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Puig peilt bis 2032 mehr als acht Milliarden Euro Umsatz an

Produkte von Charlotte Tilbury
Foto: Charlotte Tilbury

Key takeaways

➟ Neue Wachstumsfelder, eine stärkere internationale Präsenz und effizientere Strukturen prägen die langfristige Planung des spanischen Kosmetikkonzerns. Besonders hochwertige Düfte und dermatologische Hautpflege sollen künftig an Bedeutung gewinnen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der spanische Beauty-Konzern Puig hat auf seinem Kapitalmarkttag in Madrid seine Wachstumsstrategie „Vision 2032“ vorgestellt. Bis 2032 soll der Jahresumsatz auf mehr als acht Milliarden Euro steigen, während die bereinigte EBITDA-Marge über 22,5 Prozent erreichen soll. Gleichzeitig strebt das Unternehmen einen Platz unter den vier größten Premium-Beauty-Anbietern und den zwei führenden Parfümkonzernen weltweit an.

2025 erwirtschaftete Puig einen Umsatz von 5,04 Milliarden Euro. Das weitere Wachstum soll überwiegend aus dem bestehenden Markenportfolio kommen, ergänzt durch gezielte Übernahmen und die Expansion in zusätzliche Märkte.

Parfümgeschäft bleibt wichtigster Wachstumstreiber

Im Prestige-Segment will Puig die Marken Carolina Herrera, Rabanne und Jean Paul Gaultier weiterentwickeln. Carolina Herrera soll neben Parfüm insbesondere im Make-up-Geschäft wachsen. Bei den anderen Marken stehen neue Duftkreationen und internationale Marketingaktivitäten im Mittelpunkt.

Zusätzliche Chancen sieht der Konzern bei Damendüften, die rund 65 Prozent des weltweiten Prestige-Parfümmarktes ausmachen, im eigenen Geschäft jedoch erst einen Anteil von etwa 45 Prozent erreichen. Im Nischensegment sollen Byredo und Penhaligon’s vor allem in den USA und Asien expandieren, ohne ihre exklusive Positionierung aufzugeben.

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Charlotte Tilbury und Dermokosmetik im Fokus

Die Kosmetikmarke Charlotte Tilbury soll ihr Geschäftsvolumen bis 2032 um 50 Prozent steigern. Neben dem Ausbau von Make-up und Hautpflege plant Puig ab 2028 den Einstieg in das Parfümsegment. Zusätzliche Vertriebspartner und neue Märkte sollen die internationale Präsenz stärken.

Auch das Geschäft mit dermatologischer Kosmetik gewinnt an Bedeutung. Puig möchte den Umsatz von Uriage bis 2032 verdoppeln. Durch die geplante Übernahme von ISDIN könnte gemeinsam mit Uriage und Apivita eine Dermokosmetik-Sparte mit mehr als einer Milliarde Euro Jahresumsatz entstehen. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen im ersten Quartal 2027 erwartet.

Nordamerika und Asien bieten Expansionspotenzial

Während Puig seine Marktposition in Europa und Lateinamerika festigen will, stehen Nordamerika und der asiatisch-pazifische Raum besonders im Fokus. In den USA sieht das Unternehmen vor allem bei Nischenparfüms Wachstumsmöglichkeiten. In Asien sollen Charlotte Tilbury, Prestige-Düfte und Dermokosmetik stärker verbreitet werden.

Parallel investiert Puig in digitale Vertriebskanäle, Online-Marktplätze und Social Commerce. Auch das Reiseeinzelhandelsgeschäft soll weiter wachsen. Dort konnte der Konzern seinen Marktanteil seit 2021 von 9,6 auf 13 Prozent steigern und gehört inzwischen zu den drei größten Parfümanbietern.

Höhere Margen durch effizientere Konzernstruktur

Für 2032 erwartet Puig ein bereinigtes EBITDA von mehr als 1,8 Milliarden Euro sowie einen freien Cashflow von über 900 Millionen Euro. Die angestrebte EBITDA-Marge von mindestens 22,5 Prozent würde gegenüber 2025 eine Verbesserung um mehr als 180 Basispunkte bedeuten.

Zur Umsetzung plant Puig eine stärkere Verzahnung von Marken, Märkten und zentralen Unternehmensfunktionen. Durch gemeinsame Plattformen und organisatorische Synergien sollen innerhalb von drei Jahren wirtschaftliche Vorteile von rund 80 Millionen Euro entstehen. Künstliche Intelligenz und datenbasierte Entscheidungsprozesse sollen zusätzliche Effizienzgewinne ermöglichen.

An seiner Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von 40 Prozent des Nettogewinns hält Puig fest. Die Verschuldung soll zum Jahresende höchstens dem Zweifachen des bereinigten EBITDA entsprechen. Trotz stärkerer Integration will der Konzern die kreative Eigenständigkeit seiner Marken bewahren.

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