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Cyberangriffe nehmen zu: Unternehmen investieren in Abwehrstrategien

Handy mit Symbolik zu Cybersecurity
Foto: Biljana Jovanovic / Pixabay

Key takeaways

Laut PwC-Studie war fast jedes deutsche Unternehmen in den letzten drei Jahren von Datendiebstahl betroffen. Besonders neue Risiken durch KI und Quantencomputing rücken in den Fokus. Während Budgets steigen, bleibt Prävention ein Schwachpunkt. PwC ruft zur strategischen Anpassung der Cyberabwehr auf.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die wachsenden geopolitischen Spannungen und technologischen Umbrüche durch Künstliche Intelligenz und Quantencomputing stellen Unternehmen in Deutschland vor neue Herausforderungen. Laut der aktuellen PwC-Studie „Global Digital Trust Insights 2026“ sehen 92 Prozent der befragten deutschen Firmen akuten Handlungsbedarf bei ihrer Cybersicherheitsstrategie. Die überwältigende Mehrheit – 89 Prozent – war in den letzten drei Jahren von Datendiebstahl oder -missbrauch betroffen, was über dem weltweiten Durchschnitt liegt.

Geopolitik verändert das Risikoprofil

Insbesondere staatlich motivierte Angriffe und gezielte Attacken auf kritische Infrastruktur zwingen Unternehmen zum Umdenken. Die Diversifizierung von Infrastrukturen und Sicherheitsanbietern steht hoch im Kurs. 55 Prozent der deutschen Unternehmen wollen ihr Risikomanagement ausbauen, 40 Prozent ziehen Standortwechsel kritischer Systeme in Betracht, und 35 Prozent erwägen den Wechsel ihres Sicherheitsanbieters – deutlich häufiger als der globale Durchschnitt.

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Finanzielle Schäden durch Cyberangriffe

Die finanziellen Folgen sind oft gravierend. Bei 41 Prozent der befragten Unternehmen beliefen sich die Schäden auf über 500.000 US-Dollar (rund 470.000 Euro), bei einem Viertel sogar auf bis zu 10 Mio. US-Dollar (etwa 9,4 Mio. Euro). Die Bedrohungslage macht eine langfristige Anpassung der Sicherheitsstrategie unerlässlich, wie auch PwC-Experte Moritz Anders betont.

Neue Technologien als Risikoquelle

Ein Drittel der deutschen Firmen fühlt sich nicht ausreichend gegen Angriffe durch Quantencomputing gewappnet. Weitere Risiken sehen die Unternehmen in Cloud-Sicherheitslücken, Datenschutzverletzungen durch Dritte, Ransomware oder Social Engineering. Zwar steigt der Einsatz von KI und Machine Learning zur Kompensation fehlender Fachkräfte – dennoch bleiben Präventionsmaßnahmen eine Schwachstelle: Nur 15 Prozent der deutschen Unternehmen investieren gezielt in proaktive Sicherheitslösungen, weltweit liegt der Wert bei 24 Prozent.

Künstliche Intelligenz – Risiko und Chance zugleich

Zwei Drittel der Sicherheitsverantwortlichen geben an, dass generative KI die Angriffsfläche deutlich vergrößert hat. Besonders problematisch sind KI-gestützte Malware, Lieferkettenangriffe und Deepfakes. Gleichzeitig setzen immer mehr Unternehmen KI strategisch ein – trotz Herausforderungen wie fehlendem Fachwissen, unklaren Verantwortlichkeiten und eingeschränkten Budgets.

Quantencomputing: Große Lücke bei der Vorbereitung

Trotz zunehmender Bedrohung durch Quantencomputer haben bislang nur 20 Prozent der deutschen Firmen konkrete Schutzmaßnahmen implementiert. Die größten Hürden sind mangelndes Know-how, technische Defizite und Schwächen bei der Verschlüsselung. Über die Hälfte der Unternehmen hat noch gar nicht auf quantenresistente Technologien umgestellt.

Fazit: Jetzt handeln, um Resilienz zu stärken

Während viele Unternehmen ihre Budgets für Cybersicherheit erhöhen – 77 Prozent planen Investitionen, insbesondere in Netzwerksicherheit und Zero-Trust-Architekturen – bleiben Defizite bei der Prävention bestehen. Die kommenden zwölf Monate gelten laut PwC als entscheidend, um Schwachstellen systematisch zu schließen und Vertrauen langfristig zu sichern.

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