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IBM-Studie zeigt: CDOs zwischen KI-Vision und Datenrealität

Foto: Kevin Ku / Pexels

Key takeaways

Laut einer neuen IBM-Studie priorisieren 81 Prozent der Chief Data Officers Investitionen in KI, doch nur 26 Prozent halten ihre Daten dafür geeignet. Während viele Organisationen ihre Datenstrategie ausbauen, bremsen mangelnde Datenqualität und Fachkräftemangel die Umsetzung. Proprietäre Daten gelten als Schlüssel zum Wettbewerbsvorteil.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Rolle von Chief Data Officers (CDOs) entwickelt sich rasant: Laut einer aktuellen IBM-Studie sehen sich Datenverantwortliche zunehmend als strategische Impulsgeber, deren Fokus auf der Umsetzung von KI-Initiativen liegt – auch wenn die eigenen Daten dafür oft noch nicht bereit sind.

Die Erhebung des IBM Institute for Business Value basiert auf den Einschätzungen von 1.700 CDOs weltweit und zeigt eine deutliche Ambitions-Lücke: Während 81 Prozent der Befragten Investitionen in KI-Fähigkeiten priorisieren, halten nur 26 Prozent ihre Daten für reif genug, um neue KI-basierte Umsatzmodelle zu unterstützen. Das Hauptproblem: Mängel bei Datenzugänglichkeit, Vollständigkeit und Qualität.

Von der Verwaltung zur Wertschöpfung

CDOs verstehen sich laut Studie zunehmend als Business-Strategen. Zwar sagen 92 Prozent, dass sie stärker auf konkrete Geschäftsergebnisse hinarbeiten müssen, doch nur ein Drittel kann den Mehrwert von Daten klar kommunizieren. 29 Prozent verfügen über belastbare Kennzahlen zur Messung datengetriebener Ergebnisse.

Dabei bietet die eigene Datenbasis Wettbewerbsvorteile: 84 Prozent der Befragten berichten von spürbarem Nutzen ihrer Datenprodukte. Und 78 Prozent sehen in der gezielten Nutzung proprietärer Daten einen Schlüssel zur Differenzierung am Markt.

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Künstliche Intelligenz als Ziel, Daten als Bremse

Die Mehrheit der CDOs setzt auf Investitionen, um KI-Fähigkeiten zu beschleunigen. Dennoch bestehen fundamentale Hürden: Nur ein Viertel glaubt, unstrukturierte Daten effektiv nutzen zu können. Viele verfolgen daher den Ansatz, KI zu den Daten zu bringen, anstatt Daten zentral zu bündeln.

Zwar haben 80 Prozent begonnen, vielfältige Datensätze zur Schulung von KI-Agenten aufzubauen, doch 79 Prozent befinden sich noch in der frühen Phase von Skalierung und Governance. Trotz der Unsicherheit befürworten 83 Prozent den verstärkten KI-Einsatz – auch wenn viele grundlegende Prozesse noch im Aufbau sind.

Datenkultur trifft auf Talentkrise

Daten sollen in der Organisation breit zugänglich sein – dieser Überzeugung sind 82 Prozent der CDOs. Doch der Aufbau einer echten Datenkultur bleibt herausfordernd: Zwar fördern 74 Prozent aktiv Datenverantwortung bei Mitarbeitenden, doch fast jeder Zweite nennt den Fachkräftemangel als großes Hindernis.

47 Prozent der CDOs sehen in der Rekrutierung und Bindung von Datenexpertise ein zentrales Problem – ein signifikanter Anstieg gegenüber 32 Prozent im Vorjahr. Nur gut die Hälfte bewertet die derzeitigen HR-Maßnahmen als erfolgreich.

Die Studie verdeutlicht: Unternehmen sind entschlossen, KI in den Alltag zu integrieren – doch sie stoßen dabei auf strukturelle Defizite im Umgang mit Daten. Der Wandel zum datengetriebenen Unternehmen bleibt ein Balanceakt zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

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