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Marken schlagen Händler: D2C-Verkäufe bei Smartphones dominieren

Apple Store in Shanghai, China
Foto: Apple

Key takeaways

Die Simon-Kucher D2C-Studie zeigt: Direktverkäufe über Markenwebshops und -plattformen nehmen stark zu. Vor allem bei Smartphones dominieren Hersteller inzwischen den Vertrieb. Händler verlieren an Relevanz, während Preis, Service und emotionale Bindung im D2C-Geschäft über den Erfolg entscheiden. Doch nicht jede Produktkategorie profitiert gleichermaßen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Vertriebskanäle im Bereich Home- und Consumer-Electronics verschieben sich grundlegend. Laut der aktuellen D2C-Studie 2025 von Simon-Kucher findet mittlerweile ein erheblicher Teil der Käufe direkt über die Marken selbst statt – ein klarer Machtgewinn für die Hersteller auf Kosten des Handels.

Direktvertrieb auf dem Vormarsch

Insgesamt erfolgen bereits 17 Prozent der Käufe direkt in den Webshops, Apps oder Ladengeschäften der Marken. Zählt man auch die herstellereigenen Markenshops auf Amazon hinzu, liegt der Anteil sogar bei 56 Prozent. Besonders bei Smartphones ist die Direktstrategie erfolgreich: 64 Prozent der Käufe finden inzwischen direkt bei der Marke statt. Hier zeigt sich, wie stark sich das Kundenverhalten verändert – hin zu mehr Markenbindung und direktem Bezug.

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Preis bleibt wichtigster Kaufanreiz

Ein günstiger Preis bleibt dabei ein zentraler Entscheidungsfaktor. Zwar informieren sich 43 Prozent der Konsumenten vor dem Kauf auf Hersteller-Websites, doch nur ein Bruchteil schließt dort auch ab. 35 Prozent kaufen nur dann direkt, wenn der Preis niedriger ist als im Handel, weitere 40 Prozent erwarten zumindest Preisgleichheit. Für den D2C-Kanal bedeutet das: Ohne ein attraktives Preisangebot bleibt der große Durchbruch aus.

Große Unterschiede je nach Produktkategorie

Während Smartphones den D2C-Trend anführen, bleiben andere Produktgruppen deutlich zurück. Bei großen Haushaltsgeräten beträgt der Direktanteil lediglich 17 Prozent – ohne Amazon-Markenshops. Bei Fernsehern liegt er sogar nur bei 12 Prozent. Hier dominieren weiterhin klassische Handelsstrukturen oder Drittplattformen.

Emotion schlägt Funktion

Spürbar anders ist die Lage bei Gaming-Produkten. Ganze 45 Prozent der Befragten sind hier bereit, für einen Kauf direkt beim Hersteller mehr zu zahlen – deutlich mehr als in anderen Segmenten. Die emotionale Bindung zur Marke, exklusive Inhalte oder Sondereditionen machen hier offenbar den Unterschied. D2C bietet Marken somit auch die Chance, über Preis und Sortiment hinaus mit Erlebnis und Identifikation zu punkten.

Die neue Machtverteilung

Für die Zukunft sehen die Studienautoren einen klaren Trend: Hersteller, die Kunden erfolgreich auf ihre eigenen Kanäle lenken und dort auch zum Kaufabschluss bringen, gewinnen an Unabhängigkeit. Plattformen wie Amazon bieten Sichtbarkeit, aber keine Exklusivität. Die Herausforderung liegt nun darin, das große Potenzial an Webshop-Besuchern auch tatsächlich zu Käufern zu machen – durch ein besseres Preisimage, gezielte Aktionen und differenzierte Sortimente.

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