Nach dem konstruktiven Feedback aus der ersten Konsultation geht der Beteiligungsprozess zum Deutschland-Stack in die nächste Runde. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hat dazu am 16. Januar 2026 eine neue Phase eingeleitet, in der gezielt Fachwissen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft abgefragt wird.
Im Zentrum des Deutschland-Stacks steht die Vision einer souveränen, zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur, die den Verwaltungen in Bund, Ländern und Kommunen als technische Grundlage für moderne Verfahren dient. In der neuen Konsultationsrunde liegt der Fokus auf prioritären Technologiefeldern wie generativer und agentischer Künstlicher Intelligenz, semantischen Technologien sowie virtualisierten Infrastrukturen.
Offener Beteiligungsprozess mit konkretem Ziel
Das Ministerium betont, dass es mit dem erneuten Öffnen des Konsultationsprozesses aktiv auf Expertise außerhalb der Verwaltung setzt. Über die D-Stack-Webseite oder direkte Kanäle beim Bundesministerium können Interessierte ihre Ideen, Erfahrungen und Best Practices einbringen. Die Integration dieser Rückmeldungen soll dabei helfen, verbleibende Lücken in der Technologie-Landkarte zu schließen und praxisnahe Lösungen zu entwickeln.
Parallel zur Arbeit an der föderalen Modernisierungsagenda mit den Ländern wird so ein breiter Dialog angestrebt, der das Fundament für eine effiziente, einheitliche und skalierbare Verwaltungsdigitalisierung legt.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Bitkom fordert Verpflichtung zur Umsetzung
Unterstützung kommt vom Digitalverband Bitkom. Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder lobt die Initiative des Ministeriums, sowohl das Tempo zu erhöhen als auch auf externe Expertise zu setzen. Er fordert jedoch auch klare Konsequenzen: Alle öffentlichen Verwaltungen sollten sich verbindlich zur Nutzung der Stack-Komponenten verpflichten und diese in ihre Systeme integrieren. Nur auf einer gemeinsamen technischen Basis könne der digitale Wandel im föderalen System gelingen.
Der Deutschland-Stack habe das Potenzial, nicht nur technische Souveränität zu sichern, sondern auch konkrete Verbesserungen für Bürger, Verwaltung und Wirtschaft zu schaffen – sofern alle Beteiligten an einem Strang ziehen.


