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ifo-Geschäftsklima steigt leicht – Wirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

Bauarbeiter neben der Schaufel eines Baggers
Foto: Nicholas Lim / Pexels

Key takeaways

Der ifo-Geschäftsklimaindex steigt im Mai leicht auf 84,9 Punkte. Unternehmen bewerten die Lage etwas besser, bleiben aber vorsichtig. Während sich Dienstleistungen erholen, belasten schwache Nachfrage und Konsumzurückhaltung weiterhin Industrie und Handel. Eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung ist noch nicht in Sicht.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nach den Rückgängen in den Vormonaten hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Mai leicht verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg auf 84,9 Punkte, nach 84,5 Punkten im April. Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate entwickelten sich etwas positiver. Eine nachhaltige Trendwende ist jedoch noch nicht erkennbar.

Leichte Stabilisierung nach Rückgang

Die Unternehmen zeigten sich etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Gleichzeitig fiel der Blick auf die kommenden Monate weniger pessimistisch aus. Insgesamt deutet die Entwicklung darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft vorerst stabilisiert – allerdings auf weiterhin niedrigem Niveau.

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Industrie: Lage besser, Erwartungen schwächer

Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima leicht. Ausschlaggebend waren positivere Einschätzungen der aktuellen Lage. Die Erwartungen trübten sich dagegen weiter ein, was auf anhaltende Unsicherheiten hinweist.

Zusätzlich belastet die rückläufige Nachfrage: Die Zahl der Neuaufträge ging weiter zurück.

Dienstleistungen mit deutlicher Erholung

Im Dienstleistungssektor legte der Index spürbar zu. Besonders die Erwartungen erholten sich nach den Rückgängen der vergangenen Monate. Auch die aktuelle Geschäftslage wurde etwas besser bewertet.

In der Logistik bleibt die Stimmung angespannt, zeigt jedoch eine leichte Verbesserung. Ähnlich entwickelt sich der Tourismussektor, der sich ebenfalls etwas stabilisiert.

Handel bleibt unter Druck

Im Handel stieg das Geschäftsklima ebenfalls. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas positiver, und der Pessimismus bei den Erwartungen nahm ab.

Trotzdem bleibt die Situation schwierig. Die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher belastet sowohl den Groß- als auch den Einzelhandel weiterhin deutlich.

Bau: Lage verschlechtert sich

Im Bauhauptgewerbe gab das Geschäftsklima leicht nach. Grund ist eine schlechtere Bewertung der aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen verbesserten sich zwar nach dem Einbruch im Vormonat, bleiben jedoch insgesamt skeptisch.

Wirtschaft bleibt anfällig

Die aktuelle Entwicklung signalisiert eine vorsichtige Stabilisierung der deutschen Wirtschaft. Allerdings bleibt die Gesamtlage fragil. Schwache Nachfrage, Unsicherheiten in der Industrie und verhaltene Konsumaussichten bremsen eine stärkere Erholung.

Der leichte Anstieg des ifo-Index ist damit eher als Zwischenstabilisierung zu werten als als Beginn eines nachhaltigen Aufschwungs.

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