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Zahlungstricks nehmen zu: EBA und EZB warnen vor neuen Betrugsmaschen

Schloss und Tastatur als Symbol fuer Cyber Security und Phishing
Symbolbild - Foto: Unsplash

Key takeaways

Der gemeinsame Bericht von EBA und EZB zeigt: Obwohl die Betrugsquote bei Zahlungen stabil bleibt, steigt das Schadensvolumen deutlich an. Neue Betrugsformen, etwa durch psychologische Manipulation von Kunden, fordern angepasste Sicherheitsmaßnahmen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) und die Europäische Zentralbank (EZB) haben ihren gemeinsamen Bericht zum Zahlungsbetrug für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach bleibt die Betrugsquote im Verhältnis zum Gesamtwert aller Transaktionen in der Europäischen Wirtschaftszone (EWR) mit rund 0,002 Prozent weiterhin stabil. Dennoch nahm das absolute Volumen betrügerischer Transaktionen deutlich zu: von 3,5 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2024.

Starke Kundenauthentifizierung zeigt Wirkung – mit Ausnahmen

Die Einführung der starken Kundenauthentifizierung (SCA) im Rahmen der überarbeiteten Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 hat sich insbesondere bei Kartenzahlungen als wirksame Schutzmaßnahme erwiesen. Zahlungen, die durch SCA abgesichert waren, wiesen deutlich niedrigere Betrugsraten auf. Vor allem Transaktionen innerhalb des EWR, wo SCA verpflichtend ist, profitierten davon: Bei Kartenzahlungen war das Betrugsrisiko außerhalb des EWR 17-mal höher, da dort oft keine SCA zum Einsatz kommt.

Doch der Bericht zeigt auch: Nicht alle Zahlungsarten sind gleichermaßen geschützt. Bei Überweisungen ist der positive Effekt der Authentifizierung weniger ausgeprägt. Zudem sind Betrugsarten im Vormarsch, die auf psychologische Manipulation der Zahlungspflichtigen abzielen – sogenannte „Authorised Push Payment“-Betrügereien, bei denen Kunden gezielt zur Bestätigung betrügerischer Zahlungen verleitet werden.

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Betrug nach Zahlungsarten: Große Unterschiede im Verlustausmaß

Für das Jahr 2024 entfielen rund 2,2 Milliarden Euro an Verlusten auf Kreditüberweisungen – ein Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Schaden bei Kartenzahlungen mit EU-/EWR-ausgegebenen Karten stieg sogar um 29 Prozent auf 1,329 Milliarden Euro. Bemerkenswert ist, dass bei Kreditüberweisungen rund 85 Prozent der Betrugsverluste von den Nutzern selbst getragen wurden. Grund hierfür sind meist betrügerische Szenarien, bei denen die Opfer selbst aktiv die Zahlung anstoßen – etwa durch Phishing oder fingierte Zahlungsaufforderungen.

Die Unterschiede in der Verteilung der Betrugsfälle nach Ländern und Zahlungsinstrumenten verdeutlichen die Notwendigkeit, Sicherheitsmaßnahmen gezielt weiterzuentwickeln. Während bestehende Vorschriften wirksam gegen etablierte Betrugsformen schützen, erfordern neue Angriffsmethoden eine Anpassung der technischen und regulatorischen Schutzmechanismen.

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