Am 8. April 2025 öffnet das Westfield Hamburg-Überseequartier nach einer einjähriger Verzögerung mit einem großen Eröffnungsprogramm in der HafenCity seine Türen. Das Projekt des französischen Immobilienkonzerns Unibail-Rodamco-Westfield (URW) gilt als eines der ambitioniertesten städtebaulichen Vorhaben in Hamburgs jüngerer Geschichte. Mit einer Gesamtfläche von rund 419.000 Quadratmetern vereint das neue Stadtquartier Einzelhandel, Gastronomie, Wohnen, Arbeiten, Tourismus und Kultur unter einem Dach – beziehungsweise unter einem markanten, zeltartigen Glasdach, das den zentralen Boulevard überspannt.
Vielfältiger Einzelhandel und Premieren am Standort
Insgesamt 13 Gebäude bilden das Westfield Hamburg-Überseequartier. Im Zentrum stehen über 170 Geschäfte, die sowohl internationale Marken als auch lokale Konzepte abdecken. Eine besondere Premiere markiert die Eröffnung des ersten Breuninger-Stores in Norddeutschland. Die Modekette setzt damit ein Ausrufezeichen im Wettbewerb um exklusive Einzelhandelsflächen.
Mit dem Start des Quartier-Centers launcht Unibail-Rodamco-Westfield auch erstmals sein Retail Media-Angebot „Westfield Rise“ in Deutschland. Händler und Marken können ab sofort exklusive Werbeflächen im Überseequartier buchen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Gastronomie, Kino und digitale Kunst
Ergänzt wird das Shopping-Angebot durch rund 40 Restaurants, Cafés und Bars mit internationaler Ausrichtung. Für Unterhaltung sorgt das „Kinopolis“, Hamburgs größtes Kino mit zehn Sälen und fast 2.200 Sitzplätzen. Ein kulturelles Highlight ist der „Port des Lumières“ – ein digitales Kunstzentrum, das immersive Ausstellungen berühmter Künstler wie Gustav Klimt und Friedensreich Hundertwasser zeigt. Die 1.700 Quadratmeter große Fläche nutzt Lichtprojektionen, um klassische Kunst in ein neues Format zu überführen.
Technische Hürden verzögerten die Fertigstellung
Der Eröffnungstermin im Frühjahr 2025 lag deutlich hinter dem ursprünglichen Plan. Bereits 2021 sollte das Quartier fertiggestellt sein. Mehrere Verzögerungen, zuletzt unter anderem durch Wassereinbrüche und Mängel beim Brandschutz, führten zu Bauunterbrechungen und einer Verdopplung der Investitionskosten. Statt einer Milliarde Euro belief sich das Projekt am Ende auf rund 2,26 Milliarden Euro.
Auswirkungen auf Hamburgs Einzelhandelslandschaft
Die Dimensionen und das umfassende Angebot des Überseequartiers dürften nicht nur Besucherzahlen anziehen, sondern auch bestehende Einzelhandelsstandorte unter Druck setzen. Händler an etablierten Einkaufsstraßen wie der Mönckebergstraße äußerten bereits im Vorfeld Sorgen über mögliche Umsatzeinbußen. Durch die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die attraktive Mischung aus Shopping, Freizeit und Wohnen wird erwartet, dass sich die Kundenströme in Hamburg neu sortieren.
Ein Stadtviertel mit Strahlkraft
Trotz der langwierigen Bauphase positioniert sich das Westfield Hamburg-Überseequartier als neues urbanes Zentrum mit überregionaler Anziehungskraft. Es vereint moderne Architektur, ein vielfältiges Nutzungskonzept und internationale Markenpräsenz. Für Hamburg bedeutet die Eröffnung mehr als ein neues Shopping-Ziel – es ist ein Symbol für die städtische Weiterentwicklung im 21. Jahrhundert.


