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Saks verschärft Sparkurs und streicht über 15 Prozent der Jobs in der Zentrale

Saks Fifth Avenue in San Francisco
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Saks Global verschärft im Zuge der Insolvenz seinen Sparkurs und streicht zahlreiche Zentralstellen. Parallel werden Filialen geschlossen und Synergien aus der Fusion genutzt, um den Luxuskonzern effizienter aufzustellen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der schwer angeschlagene US-Luxushändler Saks Global intensiviert im Zuge seiner laufenden Insolvenzrestrukturierung den Umbau des Unternehmens und streicht einen erheblichen Teil der Stellen in der Zentrale. Ziel ist eine schlankere Organisation mit klarer Fokussierung auf profitables Wachstum im Luxussegment.

Deutlicher Einschnitt in der Unternehmenszentrale

Im Rahmen der Maßnahmen reduziert Saks Global rund 16 Prozent der Corporate-Belegschaft, wie das Unternehmen gegenüber Retail Dive bestätigt. Insgesamt betrifft dies weniger als vier Prozent der gesamten Belegschaft, da operative Bereiche wie Filialen und Logistikzentren von den Kürzungen ausgenommen sind.

Die Entscheidung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung und erfolgt parallel zum laufenden Chapter-11-Insolvenzverfahren, mit dem das Unternehmen seine finanzielle Stabilität langfristig sichern will.

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Filialnetz wird parallel deutlich verkleinert

Unabhängig vom Stellenabbau treibt Saks Global eine umfassende Bereinigung seines stationären Geschäfts voran. Mehr als 20 Filialen sollen geschlossen werden, vor allem im klassischen Warenhaussegment von Saks Fifth Avenue.

Zudem zieht sich das Unternehmen weitgehend aus dem Off-Price-Bereich zurück. Künftig soll nur noch ein stark reduziertes Netz an entsprechenden Standorten bestehen, primär zur Abwicklung von Restbeständen.

Integration nach Milliardenfusion als zentraler Hebel

Ein wesentlicher Treiber der Restrukturierung ist die Integration der Ende 2024 abgeschlossenen Fusion mit der Neiman Marcus Group. Der Zusammenschluss im Volumen von rund 2,7 Milliarden US-Dollar eröffnet erhebliche Synergiepotenziale.

Durch den Abbau von Doppelstrukturen, die Zusammenlegung von Funktionen und eine optimierte Organisation will Saks Global seine Kostenbasis nachhaltig senken und effizienter arbeiten.

Sanierungsplan schreitet voran

Parallel zum operativen Umbau macht auch das Insolvenzverfahren Fortschritte, wie Saks gestern mitteilt. Ein zentraler Meilenstein wurde mit der gerichtlichen Genehmigung wichtiger Unterlagen für den Reorganisationsplan erreicht.

Das Unternehmen plant, noch im Sommer aus dem Chapter-11-Verfahren hervorzugehen. Unterstützt wird der Plan von wichtigen Kapitalgebern und Gläubigern, die sich auf eine gemeinsame Lösung verständigt haben.

Fokus auf Luxus und langfristige Profitabilität

Strategisch richtet sich Saks Global konsequent auf das margenstarke Luxusgeschäft aus. Nicht rentable Bereiche werden aufgegeben, während Investitionen gezielt in wachstumsrelevante Felder, Kundenbeziehungen und digitale Kompetenzen fließen.

Langfristig strebt das Unternehmen eine Rückkehr zu stabilem Wachstum und zweistelligen operativen Margen an. Der Umbau soll die Grundlage dafür schaffen, sich als führende Plattform für Luxusmode im US-Markt zu positionieren.

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