Mit einem moderaten Umsatzplus ist die Zegna Group ins Jahr 2026 gestartet. Der Luxuskonzern profitiert insbesondere von seiner konsequenten Ausrichtung auf den Direktvertrieb, während das Großhandelsgeschäft weiter zurückgefahren wird.
Leichtes Wachstum bei steigender Dynamik
Im ersten Quartal 2026 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 470 Millionen Euro, was einem Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Währungs- und strukturbereinigt fiel das Wachstum mit 7,4 Prozent deutlich stärker aus. Die Entwicklung zeigt eine zunehmende Dynamik, die vor allem aus dem eigenen Retailgeschäft resultiert.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Direktvertrieb als zentraler Wachstumstreiber
Der Direct-to-Consumer-Kanal legte deutlich zu und erreichte rund 372 Millionen Euro Umsatz. Damit entfallen inzwischen 85 Prozent der markenbezogenen Erlöse auf den eigenen Vertrieb. Alle Marken trugen zu dieser Entwicklung bei. Gleichzeitig gingen die Umsätze im Wholesale-Geschäft zweistellig zurück, was der strategischen Neuausrichtung hin zu mehr Kontrolle über Vertrieb und Markenimage entspricht.
Marken entwickeln sich unterschiedlich
Die Kernmarke ZEGNA zeigte sich besonders stark und wuchs deutlich, getragen von einer robusten Nachfrage in Amerika und Europa. Thom Browne verzeichnete hingegen einen Rückgang, der vor allem auf die Reduzierung des Großhandels zurückzuführen ist. TOM FORD FASHION entwickelte sich stabil mit leichtem Wachstum, gestützt durch Marketingaktivitäten und Kollektionen.
Regionale Entwicklung mit starkem Amerika-Geschäft
Regional stachen die Americas mit einem kräftigen Wachstum hervor, während Europa stabil blieb und China wieder positive Impulse lieferte. Auch andere asiatische Märkte entwickelten sich solide. Insgesamt zeigt sich die Gruppe geografisch breit abgestützt und profitiert von ihrer globalen Präsenz.



