Immer mehr Unternehmen in Deutschland verankern die Förderung von Frauen strukturell in ihren Organisationen. Eine aktuelle Untersuchung von Bitkom zeigt, dass entsprechende Zuständigkeiten inzwischen in der Mehrheit der Firmen fest etabliert sind.
Frauenförderung wird zur Managementaufgabe
In fast der Hälfte der Unternehmen liegt die Verantwortung für Gleichstellung direkt bei der Geschäftsführung oder dem Vorstand. Damit wird das Thema zunehmend als strategische Führungsaufgabe verstanden. In weiteren Unternehmen sind Personalabteilungen oder das mittlere Management eingebunden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Spezialisierte Rollen gewinnen an Bedeutung
Neben klassischen Führungsstrukturen setzen viele Unternehmen auf spezifische Funktionen: Gleichstellungsbeauftragte sind in mehr als einem Viertel der Firmen zuständig, Diversity-Beauftragte übernehmen diese Rolle in einem kleineren, aber wachsenden Anteil. Insgesamt verfügen rund 72 Prozent der Unternehmen über klar definierte Verantwortlichkeiten.
Girls’ Day als Impuls für Nachwuchs
Der bundesweite Aktionstag bietet Mädchen und jungen Frauen Einblicke in technische und digitale Berufe. Ziel ist es, frühzeitig Interesse zu wecken und langfristig mehr Frauen für IT- und Digitalberufe zu gewinnen, in denen sie bislang unterrepräsentiert sind.
Strukturen allein reichen nicht aus
Trotz organisatorischer Fortschritte bleibt der Frauenanteil in der Digitalbranche vergleichsweise gering. Experten betonen daher die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen wie konkrete Zielvorgaben, sichtbare Vorbilder sowie gezielte Weiterbildungs- und Förderprogramme.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass Unternehmen zunehmend Verantwortung übernehmen – gleichzeitig aber weiterer Handlungsbedarf besteht, um echte Chancengleichheit zu erreichen.


