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EU-Paketgebühr: BPEX warnt vor neuen Hürden im Onlinehandel

Mehrere Pakete bei der Übergabe
Foto: Kindel Media / Pexels

Key takeaways

Der Paketverband BPEX kritisiert die Pläne der EU zur Einführung einer Paketgebühr für Sendungen aus Drittstaaten. Statt neue Hürden aufzubauen, fordert der Verband praktikable und verhältnismäßige Lösungen zur Bekämpfung von Zollumgehungen.

Lesezeit ca. 1 Minute

Die Diskussion über eine EU-weite Paketgebühr für Sendungen aus Drittstaaten stößt in der Logistikbranche auf Kritik. Der Bundesverband Paket- und Expresslogistik (BPEX) warnt vor negativen Folgen für Händler, Verbraucher und funktionierende Lieferketten.

Wettbewerb schützen, aber keine neuen Hürden schaffen

BPEX-Vorsitzender Marten Bosselmann erkennt zwar an, dass die geplanten Maßnahmen zur Stärkung von Zollkontrollen und fairem Wettbewerb wichtig sind. Gleichzeitig betont er aber, dass die Paketdienste als verlässliche Partner im internationalen Handel nicht durch zusätzliche Belastungen geschwächt werden dürften. Eine pauschale Paketgebühr könne genau das bewirken – durch mehr Bürokratie, fiskalische Lasten und Aufgabenverlagerungen auf Logistikunternehmen.

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Klares Plädoyer für EU-weite Standards

Der Verband fordert eine einheitliche Regelung für alle EU-Mitgliedstaaten. Nationale Sonderwege würden den Binnenmarkt schwächen und zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Zudem brauche es transparente Prozesse, eine belastbare digitale Infrastruktur und angemessene Übergangsfristen, um neue Maßnahmen praktikabel zu gestalten.

Haftung von Plattformen sinnvoll, nicht aber pauschale Gebühren

Als sinnvoller Schritt wird die geplante Haftung von Handelsplattformen für nicht EU-konforme Waren eingestuft. Dies könne zur Verbesserung des Binnenmarkts beitragen. Neue Handelsbarrieren hingegen, wie sie durch die diskutierte Paketgebühr entstehen könnten, lehnt der Verband ab. Stattdessen müssten gezielt Probleme wie Zollumgehungen bekämpft werden.

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