FedEx hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein deutliches Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr erzielt. Der Umsatz stieg im Vergleichszeitraum um 7 % auf 23,5 Milliarden Dollar (rund 21,6 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis verbesserte sich von 1,05 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 1,38 Milliarden Dollar (GAAP), beziehungsweise 1,61 Milliarden Dollar auf bereinigter Basis.
Die operative Marge lag damit bei 6,9 % (bereinigt), während sie im Vorjahr 6,3 % betragen hatte. Der Nettogewinn stieg laut FedEx auf bereinigter Basis auf 1,14 Milliarden Dollar, was einem Gewinn je Aktie von 4,82 Dollar entspricht. Maßgeblich zum Ergebnis trugen ein höheres Sendungsvolumen im US-Markt, verbesserte Paketpreise bei Inlands- und internationalen Expresslieferungen sowie laufende Kostensenkungen bei.
Transformation und Share Buybacks
CEO Raj Subramaniam betonte, das Unternehmen sei trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Kurs mit seiner Wachstumsstrategie. Neben strukturellen Kostensenkungen zeigten sich erste Erfolge bei der Netzwerk-Transformation.
Auch CFO John Dietrich hob die Fortschritte hervor: „Wir machen spürbare Fortschritte bei unseren strategischen Initiativen und schaffen nachhaltigen Wert für unsere Aktionäre.“ Die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien wurde im zweiten Quartal durch Rückkäufe im Wert von 276 Millionen Dollar um 1,2 Millionen Stück reduziert – ein Effekt, der sich mit 0,05 Dollar pro Aktie positiv auf das Ergebnis auswirkte.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
FedEx Freight wird abgespalten
Ein zentrales Projekt bleibt die geplante Abspaltung von FedEx Freight, die am 1. Juni 2026 vollzogen werden soll. Das neue Unternehmen soll unter dem Ticker-Symbol FDXF an der NYSE gelistet werden. Bereits am 8. April 2026 ist ein Investorentag in New York geplant. Im Berichtszeitraum fielen 152 Millionen Dollar an Einmalkosten im Zusammenhang mit der Trennung an.
Während FedEx Express von steigenden Sendungsmengen und Preisen profitierte, blieb das Ergebnis von FedEx Freight unter Druck: Geringere Versandmengen und höhere Personalkosten belasteten das Ergebnis, konnten aber teilweise durch eine bessere Erlössituation kompensiert werden.
Prognose für Geschäftsjahr 2026 erhöht
Für das laufende Geschäftsjahr hebt FedEx seine Prognose an. Erwartet wird nun ein Umsatzwachstum von 5 bis 6 % (zuvor 4 bis 6 %) sowie ein bereinigter Gewinn je Aktie zwischen 17,80 und 19,00 Dollar (zuvor 17,20 bis 19,00 Dollar). Die Kapitalausgaben sollen bei 4,5 Milliarden Dollar liegen, mit einem Fokus auf Netzwerkausbau und Modernisierung.
Auch die geplanten Pensionsbeiträge wurden gesenkt: Statt bis zu 400 Millionen Dollar sollen nun lediglich 275 Millionen Dollar eingezahlt werden. Nicht in der GAAP-Prognose enthalten sind mögliche Bewertungseffekte aus Pensionsplänen, die laut FedEx einen erheblichen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben könnten.


