Der Sportartikelhersteller PUMA ist mit einer stabilen operativen Entwicklung in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs konnte das Unternehmen seine Profitabilität verbessern und sieht sich auf Kurs für das als Übergangsjahr definierte Geschäftsjahr.
Umsatzrückgang bei gleichzeitigem Margenanstieg
Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz währungsbereinigt um 1,0 Prozent auf rund 1,86 Milliarden Euro. In der Berichtswährung Euro fiel das Minus mit 6,3 Prozent deutlicher aus. Belastend wirkten vor allem negative Währungseffekte. Gleichzeitig profitierte PUMA vom gezielten Abbau von Vorratsbeständen, der die Umsatzentwicklung teilweise stabilisierte. Positiv entwickelte sich die Rohertragsmarge, die um 0,6 Prozentpunkte auf 47,7 Prozent anstieg. Treiber waren unter anderem geringere Frachtkosten, ein vorteilhafter Vertriebsmix sowie die Auflösung von Wertberichtigungen auf Lagerbestände.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Direct-to-Consumer wächst, Großhandel schwächer
Während das Großhandelsgeschäft rückläufig war, konnte PUMA im Direct-to-Consumer-Bereich zulegen. Insbesondere eigene Retail-Stores sowie der Abverkauf von Lagerbeständen in Outlet-Kanälen trugen zum Wachstum bei. Auch der E-Commerce entwickelte sich leicht positiv. Der Anteil des Direktgeschäfts am Gesamtumsatz stieg entsprechend an und unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Kanals.
Regionale Entwicklung mit gemischtem Bild
Regional zeigte sich ein differenziertes Bild: In der EMEA-Region gingen die Umsätze deutlich zurück, vor allem aufgrund schwächerer Nachfrage und strategischer Anpassungen im Vertrieb. Dagegen konnten die Märkte in Amerika sowie in Asien/Pazifik wachsen. Insbesondere Lateinamerika und Großchina entwickelten sich dynamisch, unterstützt durch steigende Nachfrage und starke DTC-Aktivitäten.
Ergebnis profitiert von Effizienzmaßnahmen
Das operative Ergebnis (EBIT) legte deutlich um knapp 20 Prozent auf 51,9 Millionen Euro zu. Neben der verbesserten Marge wirkten sich geringere operative Kosten positiv aus, die unter anderem durch ein laufendes Effizienzprogramm reduziert wurden. Auch das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich, während der Nettogewinn signifikant über dem Vorjahresniveau lag.
Cashflow und Bilanz entwickeln sich stabil
Der freie Cashflow blieb saisonal bedingt negativ, verbesserte sich jedoch deutlich im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig reduzierte PUMA sein Working Capital durch geringere Lagerbestände und ein niedrigeres Einkaufsvolumen. Die Nettoverschuldung stieg zwar saisonal an, wird jedoch durch ausreichend Liquidität und neue Kreditlinien abgesichert, sodass weiterhin Spielraum für Investitionen besteht.
Fokus auf Transformation und Wachstum ab 2027
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt PUMA seinen Ausblick und erwartet weiterhin einen leichten Umsatzrückgang bei gleichzeitig belastetem operativem Ergebnis durch Einmaleffekte. Das Jahr gilt als Übergangsphase, in der das Unternehmen seine Strukturen optimiert, Kosten senkt und die Basis für künftiges Wachstum legt. Ab 2027 sollen die eingeleiteten Maßnahmen zu einer nachhaltig stärkeren Entwicklung führen und PUMA näher an das Ziel bringen, zu den weltweit führenden Sportmarken zu zählen.


