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Henkel stärkt Klebstoffgeschäft mit Zukauf von ATP Adhesive Systems

Logo von Henkel auf dem Dach der Zentrale
Foto: Henkel

Key takeaways

Henkel übernimmt das Schweizer Unternehmen ATP Adhesive Systems, um sein Klebstoffportfolio um nachhaltige, wasserbasierte Spezialtapes zu erweitern. Die Übernahme stärkt den Bereich Adhesive Technologies und erschließt neue Technologien sowie Märkte mit hohem Wachstumspotenzial, etwa in der Automobil-, Medizin- und Elektronikbranche.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Henkel forciert die strategische Weiterentwicklung seines Klebstoffgeschäfts und baut den Bereich Adhesive Technologies gezielt aus. Mit der Übernahme des Schweizer Unternehmens ATP Adhesive Systems erweitert Henkel sein Portfolio um wasserbasierte Spezialtapes, die in dynamisch wachsenden Märkten wie Automobil, Elektronik, Medizin, Bauwesen und grafischen Anwendungen eingesetzt werden.

ATP Adhesive Systems zählt zu den führenden Anbietern in diesem Segment und erzielt mit rund 700 Mitarbeitenden einen erwarteten Jahresumsatz von etwa 270 Millionen Euro. Das Unternehmen ist sowohl in Europa als auch in Nordamerika präsent und bringt weitreichende Expertise in Bereichen wie Schmelzklebstoff- und lösungsmittelbasierte Technologien ein.

Strategische Erweiterung mit Nachhaltigkeitsfokus

Die Integration von ATP in das Adhesive-Technologies-Geschäft von Henkel erfolgt mit klarem strategischem Ziel: Das bestehende Klebstoffangebot soll um innovative Tape-Lösungen ergänzt werden, um Kunden ein noch breiteres Spektrum an Anwendungen zu bieten. Dabei wird vor allem auf Nachhaltigkeit gesetzt. Mehr als 90 Prozent der ATP-Produkte basieren auf wasserbasierten Technologien mit geringem CO₂-Fußabdruck. Diese Eigenschaft macht sie zur attraktiven Alternative zu herkömmlichen Klebebändern mit flüchtigen organischen Verbindungen (VOC).

Henkel-CEO Carsten Knobel betont den wertsteigernden Charakter der Transaktion: „Diese Übernahme wird das Wachstum in unserem Unternehmensbereich Adhesive Technologies weiter beschleunigen.“ Auch Mark Dorn, im Henkel-Vorstand verantwortlich für Adhesive Technologies, sieht in der Übernahme einen wichtigen Schritt zur Diversifikation jenseits klassischer Flüssigklebstoffe.

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Technologischer Zugewinn für Henkel

Mit dem Zukauf erhält Henkel nicht nur ein ergänzendes Produktportfolio, sondern auch Zugang zu fortschrittlichen Produktionsanlagen und technischem Know-how. Das Unternehmen baut so seine Position in zukunftsorientierten und hochspezialisierten Klebstoffmärkten aus und legt die Grundlage für Innovationen im Bereich nachhaltiger Verbindungstechnologien.

Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen und üblicher Vollzugsbedingungen. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht veröffentlicht.

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