Im Oktober 2025 ist die jährliche Inflationsrate im Euroraum leicht auf 2,1 % gesunken. Das geht aus aktuellen Daten von Eurostat hervor. Im Vormonat September hatte die Rate noch bei 2,2 % gelegen. Auch in der Europäischen Union insgesamt wurde ein Rückgang registriert: Die jährliche Inflationsrate fiel von 2,6 % auf 2,5 %. Im Vergleich zum Oktober 2024, als die Raten bei 2,0 % (Euroraum) und 2,3 % (EU) lagen, zeigt sich jedoch weiterhin ein moderater Aufwärtstrend.
Große Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten
Die Teuerungsraten variieren innerhalb der EU stark. Die niedrigsten Inflationsraten wurden in Zypern (0,2 %), Frankreich (0,8 %) und Italien (1,3 %) gemessen. Deutlich höher lagen die Werte in Rumänien (8,4 %), Estland (4,5 %) und Lettland (4,3 %). In fünfzehn Mitgliedstaaten sank die Inflation gegenüber dem Vormonat, in neun Ländern stieg sie, drei wiesen stabile Werte auf.
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Dienstleistungen treiben Inflation
Besonders stark zur Inflation im Euroraum beigetragen haben im Oktober 2025 die Dienstleistungen mit einem Plus von 1,54 Prozentpunkten. Auch Lebensmittel, Alkohol und Tabak wirkten mit +0,48 Prozentpunkten inflationssteigernd. Industriegüter ohne Energie lagen bei +0,16 Prozentpunkten. Die Energiepreise hingegen bremsten die Inflation erneut leicht mit einem negativen Beitrag von –0,08 Prozentpunkten.
Besonders starker Preisrückgang bei Energie
Im Detail zeigt sich, dass Energie weiterhin stark preisdämpfend wirkt: Im Vergleich zum Oktober 2024 lagen die Energiepreise 0,9 % niedriger. Unverarbeitete Lebensmittel verteuerten sich hingegen um 3,2 %, während verarbeitete Lebensmittel inklusive Alkohol und Tabak um 2,3 % zulegten. Die Dienstleistungen insgesamt verteuerten sich um 3,4 %.
Deutschland bei 2,3 Prozent
Für Deutschland meldet Eurostat im Oktober 2025 eine Inflationsrate von 2,3 %. Damit liegt die Teuerung leicht unter dem Euroraum-Durchschnitt, aber über dem Vorjahreswert von 2,0 %. Die monatliche Veränderung in Deutschland betrug +0,3 %.


