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Nur 13 % planen sicher einen Kauf – verliert Black Friday verliert an Reiz?

Etikett an einer Jeans mit Black Friday Aufschrift
Foto: Ivan Samkov / Pexels

Key takeaways

Eine neue Studie von YouGov und dem SINUS-Institut zeigt: Nur 13 Prozent der Deutschen planen sicher, am Black Friday 2025 einzukaufen. Trotz hoher Bekanntheit verlieren die Rabattaktionen an Zugkraft – Misstrauen, Konsummüdigkeit und Nachhaltigkeitsbedenken prägen die Stimmung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Black Friday ist in Deutschland ein fester Begriff – doch der Enthusiasmus lässt nach. Laut einer aktuellen YouGov-Studie in Kooperation mit dem SINUS-Institut plant nur ein Bruchteil der Verbraucher, am diesjährigen Rabatt-Event aktiv teilzunehmen. Nur 13 Prozent geben an, sicher am Black Friday (28. November 2025) einkaufen zu wollen. Weitere 34 Prozent halten das für wahrscheinlich. Dagegen schließen 9 Prozent eine Teilnahme kategorisch aus, 29 Prozent wollen eher nicht mitmachen.

Rund 55 Prozent der Deutschen haben in der Vergangenheit bereits Black Friday-Angebote genutzt. Dabei zeigt sich: Die Nutzung ist nicht an finanzielle Verhältnisse gebunden. Auch Haushalte mit begrenztem Budget greifen laut Studie regelmäßig zu. „Gerade für diese Zielgruppe bietet der Tag eine Möglichkeit, bei größeren Anschaffungen wie Weihnachtsgeschenken zu sparen“, erklärt Philipp Schneider, Head of Marketing bei YouGov DACH.

Zwischen Kaufdruck und Konsumkritik

Trotz dieser Zahlen verliert der Black Friday an Strahlkraft. 64 Prozent der Befragten empfinden die Rabatte oft als Scheinangebote. Nur 45 Prozent geben an, schon echte Schnäppchen gemacht zu haben. Parallel dazu stört mehr als die Hälfte die aggressive Werbung rund um das Event.

Die emotionale Bewertung des Aktionstags ist zwiespältig: Zwar überwiegen insgesamt leicht die positiven Empfindungen, doch Misstrauen (19 Prozent), Neugier (17 Prozent), Vorfreude und Ablehnung (jeweils 15 Prozent) liegen dicht beieinander.

Kritik kommt vor allem von nachhaltig orientierten Konsumenten. 68 Prozent sehen den Black Friday als Symbol für übermäßigen Konsum und Umweltbelastung. Gleichzeitig geben 61 Prozent an, auch an diesem Tag Wert auf nachhaltiges Konsumverhalten zu legen – ein Spannungsfeld zwischen Sparwille und Wertebewusstsein.

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Österreich ähnlich zurückhaltend

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Österreich. Auch dort kennen 97 Prozent den Black Friday, doch nur 9 Prozent planen sicher einen Kauf – leicht weniger als in Deutschland. Insgesamt fällt die Bewertung des Events dort kritischer aus: 35 Prozent der Österreicher stehen dem Rabatt-Phänomen ablehnend gegenüber, in Deutschland sind es 23 Prozent.

Der Blick auf die gesellschaftliche Mitte zeigt zudem, wie unterschiedlich die Sinus-Milieus mit dem Thema umgehen. Während sich pragmatisch denkende Haushalte stärker an der möglichen Ersparnis orientieren, lehnen postmaterielle Milieus die Rabattschlachten aus Überzeugung ab. Der Black Friday polarisiert – zwischen dem Wunsch zu sparen und dem Bedürfnis, bewusst zu konsumieren.

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