JD Sports will künftig Kunden ermöglichen, direkt über KI-Plattformen wie Copilot, Gemini und ChatGPT Sportmode zu kaufen – mit nur einem Klick. Möglich wird dies durch eine neue globale Partnerschaft mit commercetools und Stripe, die gemeinsam die sogenannte „Agentic Commerce Suite“ (ACS) entwickelt haben. JD ist damit der erste Händler weltweit, der diese Lösung implementiert.
Einkaufen direkt im KI-Interface
Zum Start profitieren laut JD zunächst Kunden in den USA von dem Service. Über Microsofts Copilot können sie JD-Produkte direkt suchen, auswählen und kaufen – ohne die jeweilige Plattform verlassen zu müssen. Eine Ausweitung auf weitere KI-Systeme sowie Regionen ist geplant. Dank der Integration in LLMs (Large Language Models) wird der gesamte Kaufprozess inklusive Bezahlung abgebildet.
Hintergrund dieser Entwicklung ist die zunehmende Nutzung von KI-Assistenten für Produktsuche und Kaufberatung. Laut Adobe Express griffen im Jahr 2025 bereits 60 % der US-Verbraucher auf KI im Shopping-Prozess zurück. JD reagiert damit nicht nur auf verändertes Kundenverhalten, sondern setzt ein strategisches Signal: KI wird als eigenständiger Vertriebskanal ernst genommen und aktiv bespielt.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Infrastruktur für die Zukunft
Das Vorhaben ist Teil der digitalen Wachstumsstrategie „Beyond Physical Retail“. In den letzten 18 Monaten hatte JD bereits seine E-Commerce-Plattform in den USA mit commercetools modernisiert. Die UK- und Europa-Rollouts sollen 2026 folgen. Mit der neuen Vereinbarung wird nun auch die Darstellung von Produktdaten, Verfügbarkeiten und Preisen für KI-Plattformen optimiert.
Neben CEO Regis Schultz wird auch Jetan Chowk, Chief Technology & Transformation Officer, das Projekt beim Branchen-Event „Retail’s Big Show“ in New York vorstellen. Beide betonen, dass JD den Wandel im Handel nicht nur mitgehe, sondern aktiv gestalte. Durch die enge Verzahnung von Technologie, Infrastruktur und Vertrieb will JD seinen Anspruch als führender Omnichannel-Händler unterstreichen.
Commercetools-Gründer Dirk Hoerig hebt hervor, dass ACS den Übergang von der Produktsuche zur Kaufabwicklung in einem Schritt ermögliche – bei gleichzeitig hoher Datenkontrolle für Händler. Dies sei essenziell, wenn KI-Commerce skalierbar und betrieblich beherrschbar werden solle.


