Amazon öffnet seinen KI-Assistenten Alexa+ für den Browser und geht damit einen weiteren Schritt in Richtung ChatGPT-Konkurrenz. Ab sofort steht Alexa.com allen US-Nutzern der Early-Access-Version von Alexa+ zur Verfügung – bislang war die Nutzung auf die mobile App und bestimmte Echo-Geräte beschränkt. Der neue Webzugang soll die Interaktion mit Alexa vereinfachen und vereinheitlichen.
Browserzugang für breitere Nutzung
Mit dem Start von Alexa.com verfolgt Amazon das Ziel, den Assistenten auf allen relevanten Plattformen verfügbar zu machen. Der Webzugang ermöglicht es Nutzern, Informationen abzurufen, komplexe Themen zu erforschen, Inhalte zu erstellen oder etwa Reisepläne und Hausaufgaben zu organisieren. Darüber hinaus lassen sich smarte Haushaltsgeräte direkt über das Chatfenster steuern. Damit positioniert sich Amazon klarer gegen Wettbewerber wie OpenAI, Google und Anthropic, deren KI-Chatbots primär webbasiert genutzt werden.
Alexa+ wurde im Februar 2025 grundlegend überarbeitet und in einer frühen Version für erste Nutzer bereitgestellt. Laut Amazon nutzen mittlerweile mehr als eine Million Menschen den Dienst. Alexa+ kann seitdem nicht nur Fragen beantworten, sondern neben ersten Shopping-Features auch Aufgaben übernehmen: vom Verwalten von Einkaufslisten über Terminorganisation bis hin zu Entertainment-Vorschlägen.
Amazon unaufhaltsam
Neue Funktionen für den digitalen Alltag
Der neue Webzugang bringt zusätzliche Möglichkeiten: Nutzer können etwa Dokumente hochladen, aus denen Alexa automatisch Termine extrahiert oder Inhalte zusammenfasst. Smart-Home-Funktionen wie Lichtsteuerung oder Sicherheitskamera-Zugriff sind direkt im Browser integriert. Auch bei der Essensplanung zeigt Alexa+ neue Fähigkeiten, etwa durch das automatische Erstellen von Wochenplänen und das Befüllen von Einkaufslisten – verknüpft mit Amazon Fresh oder Whole Foods.
Partnerschaften mit Anbietern wie Expedia, Yelp, Angi und Square sollen die Integration von Dienstleistungen weiter ausbauen – von Restaurantreservierungen bis zur Buchung von Handwerkern. Dank kontextbezogener Übergabe zwischen Geräten bleiben Inhalte und Präferenzen übergreifend erhalten.
Mit Alexa.com geht Amazon einen bedeutenden Schritt in Richtung plattformübergreifender KI-Nutzung. Der Webzugang ergänzt das mobile und sprachgesteuerte Angebot sinnvoll und erhöht die Reichweite von Alexa+ in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt. Ob und wann Alexa+ in Deutschland, wo Berichten nach erste Beta-Tests anstehen, erscheint, ist weiterhin offen.


