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Zweistelliges Umsatzplus: Deutschland bleibt Amazons stärkster Markt außerhalb USA

Amazon Logistikzentrum in Erfurt
Foto: Amazon Deutschland

Key takeaways

Amazon verzeichnet 2025 starkes Wachstum in Europa – insbesondere in Deutschland und Großbritannien. Mit über 120 Milliarden US-Dollar Umsatz wird die Region zum strategischen Gegengewicht zum Heimatmarkt in Nordamerika.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon hat sein Wachstum in Deutschland und Europa im Geschäftsjahr 2025 weiter beschleunigt. Während der Konzern weltweit um 12 Prozent zulegte und beeindruckende Investitionen gegenüber Investoren ankündigte, lohnt sich ein Blick auf die anderen Regionen außerhalb der USA. Die aktuellen Regionalzahlen zeigen: Europa wird für Amazon strategisch immer wichtiger, sowohl als Umsatztreiber als auch als Testfeld für Logistik, Prime-Services und Infrastrukturinvestitionen.

Deutschland mit stabilem zweistelligem Wachstum

Der Umsatz von Amazon in Deutschland stieg 2025 laut vollständigem Geschäftsbericht (PDF) auf 45,9 Milliarden US-Dollar, nach 40,9 Milliarden im Vorjahr. Das entspricht einem Wachstum von etwa 12,3 Prozent – und damit exakt auf Konzernniveau, jedoch auf bereits sehr hohem Ausgangsniveau. Bemerkenswert ist die Kontinuität: Bereits 2024 hatte Amazon in Deutschland um rund 8,7 Prozent zugelegt. Deutschland bleibt damit klar der größte Einzelmarkt außerhalb der USA und der mit Abstand wichtigste Umsatzpfeiler in Europa.

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Europa wächst schneller als der Konzern insgesamt

Auch andere europäische Kernmärkte entwickelten sich überdurchschnittlich: Großbritannien steigerte den Umsatz 2025 um rund 14 Prozent auf 43,2 Milliarden US-Dollar. Deutschland folgt knapp dahinter mit gut 12 Prozent Wachstum. Damit wachsen die beiden größten europäischen Märkte schneller als Nordamerika, wo Amazon 2025 auf ein Plus von rund 10 Prozent kam. Europa etabliert sich zunehmend als zweite Wachstumsachse neben den USA.

Vergleich mit anderen Regionen: Europa vor Japan, hinter den USA

Im internationalen Vergleich zeigt sich allerdings in absoluten Zahlen ein klares Bild: Die USA bleiben mit 489,7 Milliarden US-Dollar (rund 454 Mrd. Euro) zwar unangefochten an der Spitze, doch die europäischen Märkte holen auf. Deutschland kommt auf 45,9 Milliarden US-Dollar, Großbritannien auf 43,2 Milliarden und Japan auf 30,7 Milliarden (rund 28,5 Mrd. Euro). Der Rest der Welt summiert sich auf 107,5 Milliarden US-Dollar (etwa 99,7 Mrd. Euro).

Während der US-Markt weiterhin absolut dominiert, wachsen die europäischen Märkte prozentual schneller und stabiler als viele reife internationale Regionen. Japan etwa bleibt zwar wichtig, zeigt aber geringere absolute Zuwächse.

Logistik, Prime und Infrastruktur als Wachstumstreiber

Das starke Wachstum in Deutschland und Europa ist eng mit massiven Investitionen in Logistik und Prime-Services verknüpft. Der Ausbau von Same-Day- und Next-Day-Lieferungen, die hohe Prime-Durchdringung sowie KI-gestützte Lager- und Distributionssysteme zahlen messbar auf den Umsatz ein. Deutschland nimmt dabei eine Sonderrolle ein: Kaum ein anderer Markt kombiniert eine so hohe Kundendichte mit einem derart ausgebauten Logistiknetz, das auch in 2025 neue Lieferrekorde bearbeiten konnte. Die über 60 Verteilzentren, neue urbane Lieferkonzepte und milliardenschwere Investitionen in emissionsfreie Zustellung schaffen strukturelle Vorteile, die sich nun klar in den Zahlen widerspiegeln.

Europa wird strategisches Gegengewicht zu Nordamerika

Mit einem europäischen Umsatz von deutlich über 120 Milliarden US-Dollar (mehr als 111 Mrd. Euro) ist die Region längst mehr als ein Ergänzungsmarkt. Für Amazon fungiert Europa zunehmend als Stabilisator: weniger konjunkturabhängig als die USA, regulatorisch anspruchsvoll, aber mit hoher Kundenbindung und steigender Profitabilität. Dass Amazon parallel Milliarden in Infrastruktur, KI, Prime-Content und Logistik investiert, unterstreicht die langfristige Bedeutung des Kontinents – und insbesondere Deutschlands – für die weitere Expansion des Konzerns.

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