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Under Armour rutscht ins Minus – Hoffnung auf globale Stabilisierung

Under Amour Endurance Collection
Foto: Under Armour

Key takeaways

Under Armour verzeichnet im dritten Quartal 2026 einen Umsatzrückgang und hohe Verluste, ausgelöst durch Einmaleffekte und Restrukturierungen. Während das Nordamerika-Geschäft schwächelt, zeigen internationale Märkte Stabilität. CEO Kevin Plank sieht den Konzern trotz operativer Verluste auf einem guten Weg zur globalen Neuausrichtung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Under Armour hat seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlicht und verzeichnet dabei einen Umsatzrückgang um 5 % auf 1,33 Mrd. USD (rund 1,23 Mrd. Euro). Insbesondere in Nordamerika musste das Unternehmen mit einem Umsatzrückgang von 10 % auf 757 Mio. USD (ca. 700 Mio. Euro) einen herben Dämpfer hinnehmen, während die internationalen Märkte mit einem Zuwachs von 3 % auf 577 Mio. USD (etwa 535 Mio. Euro) stabil blieben.

Belastungen durch Umbau und Einmaleffekte

Trotz eines operativen Verlusts von 150 Mio. USD (ca. 139 Mio. Euro) zeigt sich CEO Kevin Plank zuversichtlich. Bereinigt um Sondereffekte wie einen Rechtsstreit mit einem Versicherer sowie Umstrukturierungskosten erzielte Under Armour einen bereinigten operativen Gewinn von 26 Mio. USD (etwa 24 Mio. Euro). Netto fiel jedoch ein Verlust von 431 Mio. USD (rund 400 Mio. Euro) an, vor allem infolge einer steuerlich bedingten Wertberichtigung.

Die Bruttomarge sank um 310 Basispunkte auf 44,4 %, unter anderem wegen höherer US-Zölle und ungünstiger Vertriebsmixeffekte. Die SG&A-Kosten stiegen insgesamt um 4 % auf 665 Mio. USD, wobei bereinigt ein Rückgang um 7 % auf 563 Mio. USD erzielt wurde – vor allem durch geringere Marketingausgaben.

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Ausblick: Stabilisierung trotz Umsatzrückgang erwartet

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 rechnet Under Armour nun mit einem Umsatzrückgang von etwa 4 % – bisher war ein Rückgang von 4–5 % prognostiziert worden. Insbesondere Nordamerika und der asiatisch-pazifische Raum sollen deutlich schwächer abschneiden, während das EMEA-Geschäft um 9 % wachsen soll. Die operative Marge wird weiter unter Druck bleiben, was sich auch im erwarteten operativen Verlust von 154 Mio. USD widerspiegelt. Bereinigt wird jedoch mit einem positiven Ergebnis von rund 110 Mio. USD gerechnet.

Die Restrukturierungskosten im Rahmen des bereits 2024 gestarteten Transformationsplans summieren sich bislang auf 224 Mio. USD, davon entfallen 89 Mio. USD auf tatsächliche Ausgaben. Der Plan soll bis Ende des laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein.

Insgesamt signalisiert das Management, dass der Tiefpunkt des Umbaus in Nordamerika überschritten sei. Plank sieht die Marke auf einem guten Weg, mit verbesserten Produkten, klarerer Markenführung und disziplinierter Marktstrategie wieder an frühere Erfolge anzuknüpfen.

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