Mastercard hat im dritten Quartal 2025 erneut ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum verzeichnet. Der Zahlungsdienstleister steigerte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 8,6 Milliarden US-Dollar (rund 8,1 Mrd. Euro). Der Gewinn legte um 20 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar zu, das bereinigte Ergebnis pro Aktie (EPS) wuchs um 13 Prozent auf 4,38 Dollar.
Umsatzwachstum durch Services und grenzüberschreitende Zahlungen
Neben dem klassischen Zahlungsgeschäft sorgten insbesondere die sogenannten „Value-Added Services“ – darunter Cybersecurity-, Daten- und Marketinglösungen – für kräftiges Wachstum. Sie erzielten ein Umsatzplus von 25 Prozent (22 Prozent währungsbereinigt) und machten damit erneut deutlich, dass Mastercard längst mehr ist als nur ein Zahlungsnetzwerk. Auch die Einführung neuer Angebote wie dem „Commerce Media Network“ oder Lösungen zur Betrugsprävention zahlten auf diesen Bereich ein.
Im klassischen Zahlungsnetzwerk verzeichnete Mastercard ein Umsatzplus von 12 Prozent (10 Prozent währungsbereinigt). Maßgeblich dazu beigetragen haben ein Anstieg des Bruttotransaktionsvolumens um 9 Prozent auf 2,7 Billionen Dollar, ein Plus von 15 Prozent im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr sowie 10 Prozent mehr abgewickelte Transaktionen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Hohe Margen trotz gestiegener Kosten
Die operativen Kosten erhöhten sich im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Grund dafür waren unter anderem höhere Verwaltungsausgaben. Die operative Marge stieg dennoch auf 58,8 Prozent, was eine Verbesserung von 4,5 Prozentpunkten bedeutet. Die bereinigte operative Marge lag sogar bei 59,8 Prozent.
Ein Teil der Kostensteigerung ist auf Zukäufe zurückzuführen. Diese trugen sowohl bei den Erlösen als auch bei den Ausgaben jeweils einen Prozent- bzw. Vier-Prozent-Punkte zum Wachstum bei.
Globales Wachstum und höhere Steuerlast
Über alle Regionen hinweg stiegen das Bruttovolumen und das Einkaufsvolumen jeweils um 9 bis 10 Prozent. Die Zahl der ausgegebenen Mastercard- und Maestro-Karten lag Ende September 2025 bei 3,6 Milliarden.
Die Steuerquote stieg im Zuge der Einführung einer globalen Mindeststeuer (Pillar-2-Regel) unter anderem in Singapur auf 21,5 Prozent. Ohne Sondereffekte betrug die bereinigte Steuerquote 21,4 Prozent, nach 16,3 Prozent im Vorjahr.
Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe
Zwischen Juli und September kaufte Mastercard eigene Aktien im Wert von 3,3 Milliarden Dollar zurück und schüttete 687 Millionen Dollar als Dividende aus. Bis zum 27. Oktober wurden weitere Aktien im Wert von 1,2 Milliarden Dollar zurückgekauft. Insgesamt stehen noch 5,8 Milliarden Dollar für weitere Rückkäufe zur Verfügung.


