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Moncler wächst dank Asien: Europa und schwacher Tourismus belasten Umsatz

Moncler Logo am Eingang eines Stores
Foto: wolterke / depositphotos.com

Key takeaways

➟ Moncler Group steigert den Neunmonatsumsatz 2026 auf 1,9 Milliarden Euro. Asien treibt das Wachstum, während Europa schwächelt. Stone Island entwickelt sich dynamischer als die Kernmarke Moncler.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Die italienische Luxusmodegruppe Moncler hat in den ersten neun Monaten 2026 einen Umsatz von 1,895 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von sechs Prozent, während die Erlöse zu aktuellen Wechselkursen um drei Prozent stiegen. Besonders Asien trug zur positiven Entwicklung bei. Im dritten Quartal verlor das Geschäft jedoch an Dynamik, vor allem durch schwächere Nachfrage und geringere Touristenströme in Europa.

Konzernumsatz steigt um sechs Prozent

Moncler veröffentlichte die Geschäftszahlen am 21. Oktober 2026 in Mailand. Der Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,841 auf 1,895 Milliarden Euro.

Die Kernmarke Moncler erwirtschaftete 1,589 Milliarden Euro und wuchs währungsbereinigt um sechs Prozent. Stone Island steigerte seine Erlöse um acht Prozent auf 306,2 Millionen Euro.

Im dritten Quartal erreichte die Gruppe einen Umsatz von 605,5 Millionen Euro. Währungsbereinigt stagnierte das Geschäft gegenüber dem Vorjahresquartal.

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Moncler leidet unter schwächerer Nachfrage in Europa

Die Marke Moncler verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von einem Prozent auf währungsbereinigter Basis. Besonders der Direktvertrieb entwickelte sich schwächer und verlor zwei Prozent.

Belastend wirkten das schwierige Marktumfeld und die weiterhin zurückhaltende Reisetätigkeit internationaler Kunden. Vor allem in Europa fehlten zusätzliche Umsätze durch asiatische Touristen.

In der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) sank der Neunmonatsumsatz währungsbereinigt um fünf Prozent auf 546,7 Millionen Euro. Allein im dritten Quartal betrug der Rückgang acht Prozent.

Asien bleibt wichtigster Wachstumstreiber

Deutlich besser entwickelte sich das Geschäft in Asien. Moncler erzielte dort in den ersten neun Monaten 822,7 Millionen Euro Umsatz, ein währungsbereinigtes Plus von 15 Prozent.

Damit entfielen knapp 52 Prozent der Markenerlöse auf die Region. Auch im dritten Quartal blieb das Wachstum mit fünf Prozent positiv.

In Nord- und Südamerika stieg der Umsatz währungsbereinigt um fünf Prozent auf 219,8 Millionen Euro. Das dritte Quartal brachte dort noch einen Zuwachs von zwei Prozent.

Direktvertrieb bleibt wichtigster Absatzkanal

Moncler erwirtschaftete über eigene Geschäfte und digitale Direktvertriebskanäle 1,291 Milliarden Euro. Das entspricht mehr als 81 Prozent des Markenumsatzes und einem währungsbereinigten Wachstum von sechs Prozent.

Im dritten Quartal ging der Direktvertrieb allerdings um zwei Prozent zurück. Stationäre Geschäfte entwickelten sich weiterhin besser als der Onlinekanal.

Der Großhandelsumsatz erreichte 298,5 Millionen Euro und legte währungsbereinigt um drei Prozent zu. Trotz der laufenden Optimierung des Vertriebsnetzes blieb das Geschäft damit stabil.

Stone Island entwickelt sich dynamischer

Die zweite Konzernmarke Stone Island erzielte in den ersten neun Monaten 306,2 Millionen Euro Umsatz. Besonders stark entwickelten sich Asien mit einem währungsbereinigten Plus von 23 Prozent und Amerika mit 26 Prozent.

Der Direktvertrieb wuchs um elf Prozent auf 155,9 Millionen Euro. Im Großhandel stiegen die Erlöse um sechs Prozent auf 150,3 Millionen Euro.

Auch im dritten Quartal blieb Stone Island auf Wachstumskurs. Die Marke steigerte ihren Umsatz währungsbereinigt um fünf Prozent, wobei sowohl eigene Vertriebskanäle als auch der Großhandel zulegten.

Moncler erweitert internationales Filialnetz

Zum 30. September betrieb Moncler weltweit 305 eigene Markenboutiquen. Gegenüber Ende Juni kamen sieben Standorte hinzu, darunter neue Geschäfte an der Fifth Avenue in New York und in Las Vegas.

Zudem wurde die Boutique auf den Pariser Champs-Élysées erweitert. Die Zahl der Moncler-Großhandelsboutiquen sank im Quartal auf 43.

Stone Island verfügte zum Quartalsende über 94 eigene Geschäfte und elf Großhandelsstandorte. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörte die Verlagerung des Flagship-Stores in Rom.

Luxuskonzern setzt auf langfristige Markenstrategie

Executive Chairman Remo Ruffini verwies auf das weiterhin schwierige Marktumfeld. Moncler wolle seine Marken konsequent weiterentwickeln und Investitionen an langfristigen Zielen ausrichten.

Dazu gehören internationale Flagship-Stores und globale Marketingkampagnen. Bei Stone Island stehen außerdem Kooperationen und Aktivitäten in den Bereichen Musik, Sport und Kunst im Mittelpunkt.

Die Geschäftszahlen zeigen eine unterschiedliche Entwicklung innerhalb des Konzerns. Während Stone Island weiterhin wächst, verliert die größere Marke Moncler kurzfristig an Dynamik.

Für die weitere Geschäftsentwicklung bleiben insbesondere die Nachfrage in Europa, internationale Reisebewegungen und die Stärke des asiatischen Marktes entscheidend. Eine konkrete Umsatzprognose für das Gesamtjahr enthält die Mitteilung nicht.

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