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Basketball der Zukunft: NBA setzt auf Amazons AWS-KI-Plattform

NBA Spiel auf einem Fernseher
Foto: Amazon / NBA

Key takeaways

Die NBA geht eine mehrjährige Partnerschaft mit AWS ein. Ziel ist es, neue KI-gestützte Plattformen zu entwickeln, die Fans tiefere Einblicke ins Spiel ermöglichen. Mit innovativen Statistiken, Play-Analyse-Tools und personalisierten Inhalten wird das digitale Fanerlebnis auf Basis von AWS-Technologien weltweit ausgebaut.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die weltberühmte nordamerikanische Basketballliga NBA hat eine umfassende Technologiepartnerschaft mit Amazon Web Services (AWS) angekündigt. Im Rahmen der mehrjährigen Zusammenarbeit wird AWS als offizieller Cloud- und Cloud-KI-Partner der NBA, der WNBA, der NBA G League, der Basketball Africa League sowie NBA Take-Two Media auftreten.

KI für mehr Spielverständnis

Zentraler Bestandteil der Partnerschaft ist die Entwicklung einer neuen Analyseplattform mit dem Namen „NBA Inside the Game powered by AWS“. Sie basiert auf der KI-Infrastruktur von AWS und soll Milliarden von Datenpunkten in Echtzeit auswerten, um Fans ein tieferes Spielverständnis und interaktive Erlebnisse zu ermöglichen. Die Anwendung wird in die NBA-App, die Website NBA.com sowie Social-Media-Kanäle integriert.

Ziel ist es, sowohl den Unterhaltungswert der Live-Übertragungen zu steigern als auch neue Einblicke in das Spielgeschehen zu geben. „AWS hat bewiesen, dass es einzigartige statistische Einsichten liefern kann“, sagt Ken DeGennaro, NBA-Vizepräsident für Medienbetrieb und Technologie. Francessca Vasquez, Vice President bei AWS, ergänzt: „Diese Partnerschaft zeigt, wie Cloud- und KI-Technologie den Basketball neu definieren können.“

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Neue Metriken für das Spiel

Bereits in der Saison 2025/26 werden erste neue KI-basierte Statistiken eingeführt. Dazu gehört unter anderem die „Defensive Box Score“, die erstmals präzise erfassen soll, welche Defensivspieler für welche Offensivaktionen verantwortlich sind – inklusive Details wie Doppeldeckung, Switches und Ball Pressure.

Ein weiteres neues Instrument ist die Metrik „Shot Difficulty“. Sie bewertet nicht nur Trefferquoten, sondern berücksichtigt Faktoren wie Wurfwinkel, defensive Störungen und Spielerposition. Die daraus abgeleitete „Expected Field Goal %“ soll Fans ein besseres Verständnis für die Schwierigkeit eines Wurfversuchs geben.

Mit dem Konzept „Gravity“ wird zudem ein bislang kaum messbarer Aspekt sichtbar gemacht: die Aufmerksamkeit, die einzelne Spieler vom Gegner erhalten – unabhängig davon, ob sie den Ball haben oder nicht. Mittels optischer Trackingdaten und neuronaler Netzwerke wird berechnet, wie viel Raum dadurch für Mitspieler entsteht.

Spielzüge intelligent vergleichen

Ein weiteres Highlight der neuen Plattform ist „Play Finder“. Dieses Tool analysiert tausende von Spielen und erkennt typische Spielzüge, indem es KI-Modelle wie Amazon Bedrock und SageMaker nutzt. Kommentatoren können während der Übertragung auf ähnliche historische Szenen hinweisen, Teams erhalten Zugang zur Modellbasis zur Verbesserung ihrer Analysen. Künftig soll Play Finder Fans sogar erlauben, Spielstrategien selbständig zu erkunden.

AWS wird technisches Rückgrat

https://press.aboutamazon.com/2025/10/nba-and-aws-announce-new-multi-year-partnership-to-power-the-next-era-of-basketball-innovationAuch abseits der neuen Plattform spielt AWS künftig eine zentrale Rolle im digitalen Ökosystem der NBA. Die App, die Website sowie der Streamingdienst NBA League Pass laufen laut Amazon künftig auf der AWS-Infrastruktur. Inhalte sollen personalisiert und in mehreren Sprachen ausgespielt werden, um die internationale Fanbasis stärker anzusprechen.

Die Partnerschaft ergänzt außerdem den neuen Rechtevertrag mit Amazon Prime Video, das in der laufenden Saison 66 NBA-Spiele weltweit überträgt. Prime Video wird außerdem zum zentralen Vertriebspartner für NBA League Pass – inklusive neuer interaktiver Funktionen. Der Auftakt erfolgt mit einem Doppelspieltag am 24. Oktober, unter anderem mit den Partien Knicks gegen Celtics und Lakers gegen Timberwolves.

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