Mit Open USD formiert sich eine branchenübergreifende Allianz, die den Stablecoin-Markt grundlegend neu strukturieren könnte. Mehr als 140 Unternehmen aus Finanz-, Technologie- und Kryptosektor arbeiten gemeinsam an einer offenen Infrastruktur für digitale Dollar-Transaktionen.
Neues Modell stellt Einnahmenverteilung auf den Kopf
Im Gegensatz zu etablierten Stablecoins basiert Open USD auf einem kooperativen Ansatz. Unternehmen können den Stablecoin gebührenfrei nutzen und sollen gleichzeitig an den Zinserträgen der hinterlegten Reserven beteiligt werden. Dieses Modell adressiert einen zentralen Kritikpunkt vieler Marktteilnehmer, da bisher vor allem Emittenten von den Erträgen profitieren.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Offene Governance statt zentraler Kontrolle
Die Verwaltung erfolgt nicht durch ein einzelnes Unternehmen, sondern über die unabhängige Organisation Open Standard. Vertreter der Partnerunternehmen sollen die strategische Steuerung übernehmen. Ziel ist es, eine transparente und gemeinschaftlich kontrollierte Infrastruktur zu schaffen, die Abhängigkeiten reduziert und Vertrauen stärkt.
Breite Allianz aus Finanz-, Tech- und Kryptobranche
Zu den beteiligten Unternehmen zählen globale Banken, Zahlungsdienstleister wie Mastercard und VISA, Technologiekonzerne sowie Krypto-Plattformen. Diese ungewöhnlich breite Aufstellung ermöglicht es, unterschiedliche Kompetenzen zu bündeln und Open USD direkt in bestehende Zahlungs-, Handels- und Blockchain-Systeme zu integrieren.
Wachsender Druck auf etablierte Stablecoins
Mit dem geplanten Marktstart in der zweiten Jahreshälfte 2026 verschärft sich der Wettbewerb deutlich. Bisher dominieren zentral organisierte Stablecoins den Markt. Das neue Konsortium könnte diese Struktur aufbrechen, indem es wirtschaftliche Anreize breiter verteilt und gleichzeitig eine neutralere Governance etabliert.





