Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt Dr. Boris Ewenstein den Vorsitz des Bereichsvorstands bei OTTO und tritt damit die Nachfolge von Marc Opelt an, der nach 35 Jahren in unterschiedlichen Führungspositionen in den Ruhestand geht. Opelt war seit 2012 Marketingvorstand und seit 2018 CEO von OTTO.
Dr. Boris Ewenstein ist ein erfahrener E-Commerce-Manager, der seit Mai 2024 bei OTTO für das Handels- und Marktplatzgeschäft verantwortlich ist. In dieser Zeit hat er laut Unternehmensangaben wesentliche Fortschritte in der Angebotsstrategie und beim profitablen Wachstum erzielt. Ab März 2026 wird er zusätzlich die Verantwortung für die Strategie und Unternehmenskommunikation übernehmen. Vor seiner Zeit bei OTTO war Ewenstein unter anderem als Senior Vice President Supply bei Zalando tätig und baute dort strategische Partnerschaften mit internationalen Marken auf. Frühere Stationen umfassen eine über zehnjährige Tätigkeit bei McKinsey, wo er als Partner Transformationsprojekte verantwortete.
Neuausrichtung im OTTO-Vorstand
Der neue Vorstand besteht künftig neben Ewenstein aus Andrea Becker (Finanzen, Personal, Services) und Dr. Michael Müller-Wünsch (Technologie). Ein neuer Marketingvorstand wird dem Gremium ebenfalls noch beitreten. Dr. Marcus Ackermann, Konzernvorstand Multichannel Distanzhandel der Otto Group, würdigte die Entscheidung und zeigte sich überzeugt, dass Ewenstein wichtige Impulse insbesondere im Bereich AI-Commerce setzen wird.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Rückblick auf Marc Opelts Karriere
Marc Opelt blickt auf eine lange Karriere innerhalb der Otto Group zurück. Nach dem Einstieg 1990 bei OTTO übernahm er schnell Führungsverantwortung – unter anderem bei OTTO Office, Eddie Bauer Deutschland sowie der Baur-Gruppe. Seit seiner Rückkehr nach Hamburg im Jahr 2012 prägte er die Entwicklung von otto.de maßgeblich mit. Als CEO ab 2018 führte er die Transformation von OTTO zur führenden deutschen Shopping-Plattform, mit über zwölf Millionen aktiven Kunden, rund 6.200 Marktplatz-Partnern und einem Umsatz von 7 Milliarden Euro (GMV) im Geschäftsjahr 2024/25.
Sein Abschied wird nicht nur innerhalb des Unternehmens, sondern auch vom Gesellschafterkreis gewürdigt. Prof. Dr. Michael Otto, Vorsitzender des Stiftungs- und Gesellschafterrats, lobte Opelts Engagement und betonte, dass ohne dessen Wirken OTTO nicht die heutige Position als zukunftsfähige Plattform innehätte.




