Ein anspruchsvolles Marktumfeld konnte den Wachstumskurs des Luxuskonzerns nicht bremsen. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete die Prada Group einen deutlichen Umsatzanstieg und behauptete sich trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Solides Umsatzwachstum trotz globaler Unsicherheiten
Die Nettoerlöse stiegen auf 1,428 Milliarden Euro und legten währungsbereinigt um 14 Prozent zu. Organisch fiel das Wachstum mit drei Prozent moderater aus. Besonders das Retail-Geschäft entwickelte sich stabil und erreichte 1,245 Milliarden Euro. Während der Vergleichswert aus dem Vorjahr hoch lag, blieb die Nachfrage nach Produkten zum vollen Preis ein zentraler Wachstumstreiber.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Markenentwicklung zeigt differenziertes Bild
Die Kernmarke Prada bestätigte ihre Widerstandsfähigkeit und knüpfte an die stabile Entwicklung der Vorquartale an. Fortschritte im Vollpreisgeschäft wurden jedoch teilweise durch geringere Outlet-Umsätze kompensiert. Miu Miu setzte ihren Wachstumskurs fort, auch wenn das Plus angesichts eines außergewöhnlich starken Vorjahresquartals geringer ausfiel. Die Integration von Versace schreitet planmäßig voran und trug 143 Millionen Euro zum Umsatz bei.
Regionale Dynamik bleibt uneinheitlich
Besonders stark präsentierten sich die Americas mit einem Wachstum im mittleren zweistelligen Bereich. Auch Asien-Pazifik entwickelte sich robust, getragen von China und Korea. Europa zeigte sich dagegen schwächer, vor allem durch rückläufige Touristenausgaben. Der Mittlere Osten litt deutlich unter geopolitischen Belastungen und verzeichnete einen spürbaren Rückgang.
Strategischer Fokus auf Stabilität und Wachstum
Das Unternehmen setzt weiterhin auf kreative Eigenständigkeit, operative Flexibilität und gezielte Investitionen. Gleichzeitig bleibt die Strategie zweigleisig: Stärkung des Premiumsegments und Gewinnung neuer Kundengruppen. Die solide organisatorische Basis soll helfen, auch in einem volatilen Umfeld überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen.


