Während der diesjährige Prime Day von Amazon in den USA erneut ein Umsatzhoch markierte, trat auch ein anderer Treiber deutlich in den Vordergrund: generative Künstliche Intelligenz. Wie Techcrunch berichtet, wurde einer Analyse von Adobe Analytics zufolge vom 8. bis 11. Juli rund 24,1 Milliarden US-Dollar (ca. 22,3 Mrd. Euro) online ausgegeben – ein Zuwachs von 30,3 % gegenüber dem Vorjahr. Damit entsprach das Volumen zwei Black Fridays.
Generative KI beschleunigt E-Commerce-Traffic
Besonders auffällig war das Wachstum des Traffics über KI-gestützte Kanäle wie Chatbots und smarte Browser: Adobe registrierte ein Plus von 3.300 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit wurde die eigene Prognose deutlich übertroffen. Trotz dieses Anstiegs bleibt der Anteil von GenAI am gesamten Traffic aber gering – E-Mail-Marketing und bezahlte Suchanzeigen dominieren weiterhin.
Neben KI spielte auch Social Media eine wichtige Rolle. Influencer waren für 19,9 % der Onlineverkäufe während des Events verantwortlich – ein Anstieg um 15 % gegenüber 2024. Ihre Konversionsrate lag laut Adobe etwa zehnmal höher als die allgemeiner Social-Media-Kanäle.
Amazon unaufhaltsam
Bezahlte Suche weiter führender Absatzkanal
Mit einem Anteil von 28,5 % blieb Paid Search der wichtigste Vertriebskanal im Onlinehandel. Dieser Wert lag um 5,6 % über dem Vorjahr. Der Einsatz von Budgets für Suchmaschinenwerbung zahlt sich also weiter aus – auch in einem von Rabatten geprägten Umfeld wie dem Prime Day.
Amazon meldet Rekorde, bleibt aber vage
Amazon selbst sprach von seinem bisher größten Prime Day, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Neu war die Verlängerung des Events auf vier Tage – ein Vergleich mit früheren Jahren wird dadurch erschwert.
Welche Warengruppen besonders profitierten
Bei den Produktkategorien lagen Haushaltsgeräte mit einem Umsatzplus von 112 % vorn. Auch Bürobedarf (plus 105 %), Elektronik (95 %), Bücher (81 %) sowie Werkzeuge und Heimwerkerbedarf (76 %) gehörten zu den Gewinnern. Deutliches Wachstum zeigte sich auch bei Gartenartikeln (58 %) und Produkten für Babys und Kleinkinder (55 %).


