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Retail-Investmentmarkt: Mehr Deals, aber deutlich weniger Volumen

Shopping Center Glacis Gallery Neu Ulm
Foto: Pixabay

Key takeaways

➟ Der Retail-Investmentmarkt erreicht nach neun Monaten 2026 knapp 3,1 Milliarden Euro. Die Zahl der Deals bleibt hoch, doch das durchschnittliche Transaktionsvolumen fällt auf nur 17 Millionen Euro.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der deutsche Retail-Investmentmarkt zeigt nach den ersten neun Monaten 2026 ein gemischtes Bild. Zwar wurden überdurchschnittlich viele Transaktionen registriert, doch das durchschnittliche Volumen je Deal liegt laut Berechnungen von BNP Paribas mit nur 17 Millionen Euro auf einem historisch niedrigen Niveau. Insgesamt wurden knapp 3,1 Milliarden Euro umgesetzt, rund 25 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Viele Deals, aber niedriger Durchschnitt

Das schwache Gesamtvolumen ist vor allem auf verhaltene Umsätze im zweiten und dritten Quartal zurückzuführen. Beide Quartale blieben mit 892 beziehungsweise 829 Millionen Euro deutlich unter der Marke von einer Milliarde Euro.

Zum Jahresauftakt hatte der Markt dagegen noch rund 1,37 Milliarden Euro erreicht. Die größten Transaktionen des Jahres stammen entsprechend überwiegend aus der ersten Jahreshälfte.

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Food- und Fachmarktsegment bleibt führend

Besonders stark bleibt das Segment aus Lebensmittelmärkten und Fachmarktzentren. Es steht für mehr als 45 Prozent des Investmentvolumens und 57 Prozent aller Deals.

Shoppingcenter erreichen knapp 18 Prozent des Volumens, während Kaufhäuser mit fast 12 Prozent den geringsten Beitrag leisten. Bei Geschäftshäusern wurden rund 50 Transaktionen gezählt, überwiegend mit kleineren Volumina.

A-Städte legen gegen den Vorjahreszeitraum zu

Die großen deutschen Investmentstandorte entwickelten sich deutlich lebhafter als 2025. In den A-Städten wurden insgesamt rund 1,14 Milliarden Euro umgesetzt, ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

München führt mit 349 Millionen Euro, gefolgt von Hamburg mit 247 Millionen Euro, Düsseldorf mit 212 Millionen Euro und Berlin mit 202 Millionen Euro. Frankfurt, Stuttgart und Köln spielen mit deutlich niedrigeren Volumina bislang eine geringere Rolle.

Spitzenrenditen steigen in allen Segmenten

Die Netto-Spitzenrenditen haben sich im Jahresverlauf über alle Objektarten hinweg erhöht. Besonders stark fiel der Anstieg bei Baumärkten auf 6,40 Prozent und bei Shoppingcentern auf 6,10 Prozent aus.

Auch Fachmarktzentren, einzelne Lebensmittelmärkte und Highstreet-Objekte verzeichneten leichte Aufwärtsbewegungen. BNP Paribas Real Estate hält weitere Renditeanstiege bis zum Jahresende für möglich.

Pipeline sorgt für vorsichtigen Optimismus

Trotz des bislang schwachen Investmentvolumens bewertet BNP Paribas Real Estate die Perspektiven grundsätzlich positiv. Die hohe Zahl an Deals und eine gut gefüllte Transaktionspipeline deuten auf zusätzliche Abschlüsse im Schlussquartal hin.

Insbesondere Food- und Fachmarkt-Portfolios sowie hochwertige Highstreet-Objekte könnten für neue Impulse sorgen. Entscheidend wird sein, ob die laufenden Vermarktungsprozesse noch 2026 zu Abschlüssen führen.

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