Mediaagenturen übernehmen im dynamisch wachsenden Retail-Media-Markt eine zunehmend zentrale Rolle. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. zeigt in einem aktuellen Deep Dive, welche Aufgaben Agenturen heute erfüllen, wie sie sich differenzieren und welche Anbieter im deutschen Markt aktiv sind.
Agenturen als Schnittstelle im Retail-Media-Ökosystem
Im vielschichtigen Retail-Media-Umfeld agieren Mediaagenturen als Bindeglied zwischen Werbungtreibenden, Retail Media Networks und Netzwerk-Vermarktern. Sie unterstützen Marken bei der gezielten Ansprache relevanter Zielgruppen über verschiedene Plattformen – von E-Commerce-Websites bis hin zu stationären Handelsflächen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Mediaplanung, sondern um die strategische Orchestrierung der gesamten Markenkommunikation entlang der Customer Journey.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Leistungsspektrum von Mediaagenturen im Überblick
Laut BVDW umfasst das Aufgabenfeld der Agenturen unter anderem Cross-Channel-Marketing, die Entwicklung und Umsetzung von Kampagnen auf Retail-Flächen, fundierte Zielgruppenanalysen sowie Performance-Monitoring mit klaren Reportings. Auch die Integration von Produkterlebnissen auf digitalen und physischen Plattformen gehört dazu. Ein strukturierter, datenbasierter Ansatz bildet die Grundlage, um Markenbotschaften effizient zu platzieren und den Abverkauf zu steigern.
Vielfältige Agenturlandschaft in Deutschland
Der Deep Dive stellt zahlreiche Agenturen mit Fokus auf Retail Media vor – darunter DEPT, Front Row, Dentsu, Havas Market, KINESSO, Jellyfish, la red, MEDIA Central, metoda, Publicis Commerce, pilot, Remazing Group, REINBOLDROST und viele mehr. Die Agenturen unterscheiden sich in Ansätzen, Technologien und Spezialisierungen: von KI-gestützten Kampagnen bis hin zu holistischen, kanalübergreifenden Strategien.
Zunehmende Spezialisierung und wachsende Bedeutung
Die Agenturen sind laut BVDW nicht nur Vermittler, sondern zunehmend strategische Partner mit kreativem Anspruch. Mit dem wachsenden Markt steigen auch die Anforderungen an Expertise und Technologieeinsatz. Der Deep Dive betont, dass der Trend zu spezialisierteren Beratungsleistungen weiter zunimmt – auch, weil Retail Media verstärkt als Full-Funnel-Instrument gedacht wird.
Eine IAB-Prognose nennt für den europäischen Retail-Media-Markt ein erwartetes Umsatzvolumen von 31 Milliarden Euro bis 2028 – gegenüber 10 Milliarden Euro im Jahr 2022. Umso wichtiger wird die Rolle von Agenturen als koordinierende Instanz für Marken und Retailer.


