Der Softwarekonzern SAP ist mit deutlichem Wachstum in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Getrieben vom Cloudgeschäft und steigender Nachfrage nach KI-Lösungen konnte das Unternehmen Umsatz und operatives Ergebnis spürbar steigern.
Cloud-Geschäft bleibt zentraler Wachstumstreiber
Im ersten Quartal erhöhte sich der Cloud-Umsatz um 27 Prozent (währungsbereinigt), während der Cloud-Auftragsbestand deutlich zulegte. Besonders stark entwickelte sich der Bereich Cloud ERP, der weiterhin maßgeblich zur Dynamik beiträgt.
Insgesamt stieg der Konzernumsatz auf 9,6 Milliarden Euro. Das Wachstum wurde vor allem durch wiederkehrende Cloud-Erlöse getragen, während klassische Lizenzumsätze weiter rückläufig waren.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Deutlicher Gewinnanstieg und stabile Margen
Das operative Ergebnis nach IFRS legte um 17 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro zu. Auch bereinigt konnte SAP ein Plus in gleicher Größenordnung erzielen. Die operative Marge verbesserte sich ebenfalls deutlich.
Unterstützt wurde die Ergebnisentwicklung unter anderem durch geringere aktienbasierte Vergütungen sowie konsequente Kostenkontrolle. Gleichzeitig belasteten Sondereffekte wie Vergleichszahlungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten den Cashflow.
Aktienrückkäufe und strategische Investitionen
SAP treibt parallel seine Kapitalmaßnahmen voran. Ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro wurde gestartet, wovon bereits ein erster Teil umgesetzt ist.
Strategisch investiert das Unternehmen weiter in Cloud- und KI-Angebote sowie in den Ausbau seiner Plattform. Auch Zukäufe – etwa im Bereich Datenmanagement – sollen die Marktposition stärken.
Prognose für 2026 bestätigt
Für das Gesamtjahr hält SAP an seinen Zielen fest. Erwartet werden weiterhin ein deutliches Wachstum im Cloudgeschäft sowie steigende operative Gewinne. Der freie Cashflow soll ebenfalls spürbar zulegen.
Allerdings weist das Unternehmen auf Unsicherheiten durch Wechselkurse sowie geopolitische Entwicklungen hin, die die Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten. Insgesamt sieht sich SAP jedoch gut positioniert, um weiter Marktanteile zu gewinnen.




