Die Einschulung zahlreicher Kinder nach den Sommerferien sorgt im deutschen Einzelhandel erneut für ein kräftiges Umsatzplus. Einer aktuellen Umfrage des IFH Köln im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge wird zum diesjährigen Schulstart mit Ausgaben in Höhe von rund 725 Millionen Euro gerechnet. Das entspricht einem Anstieg von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem die Ausgaben noch bei 702 Millionen Euro lagen.
HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth betont die wirtschaftliche Bedeutung des Schulbeginns: „Die Vorbereitung auf das erste Schuljahr beginnt häufig im Einzelhandel. Die Familie sowie Freunde und Bekannte der Schulkinder kaufen etwa benötigte Schreibwaren, Kleinigkeiten für die Schultüte und passende Geschenke für die Einschulung.“
Nachfrage in mehreren Warengruppen
Laut Umfrage planen zehn Prozent der Befragten, gezielt zur Einschulung einzukaufen – etwas weniger als im Vorjahr, als es noch zwölf Prozent waren. Auffällig ist allerdings, dass die Konsumenten 2025 häufiger verschiedene Produktgruppen berücksichtigen: Süßigkeiten stehen bei fast 80 Prozent der Befragten auf der Liste, Schulausstattung bei über 70 Prozent und Spielwaren bei einem ähnlich hohen Anteil. Auch Bücher und Schreibwaren finden ihren Weg in die Schultüten, wie mehr als die Hälfte angibt.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Ausgabeverhalten bleibt heterogen
Beim Blick auf das Ausgabeverhalten zeigt sich ein differenziertes Bild: 36 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher wollen zur Einschulung weniger Geld ausgeben als im Vorjahr. Ein Drittel plant mit unveränderten Ausgaben, während knapp 30 Prozent sogar mehr investieren möchten. Der Umsatz bleibt somit nicht nur stabil, sondern wächst dank höherer Durchschnittsausgaben und diversifizierterer Einkaufsliste leicht an.
Mit der Einschulung bleibt der Einzelhandel ein fester Bestandteil familiärer Rituale – und ein wichtiger Profiteur der neuen Lebensabschnitte junger Kunden.


