Stitch Fix ist mit einem soliden Wachstum ins neue Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal des Fiskaljahres 2026, das am 1. November endete, erzielte der US-amerikanische Online-Stylingdienst einen Umsatz von 342,1 Millionen US-Dollar – ein Plus von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Unternehmenschef Matt Baer sieht die Ursache vor allem in der erfolgreichen Umsetzung der laufenden Transformation.
Personalisierung durch KI und Stylisten
Stitch Fix setzt verstärkt auf eine Kombination aus generativer KI und menschlicher Stilberatung. Dieses Hybridmodell, so Baer, mache das Unternehmen für Kundinnen und Kunden zunehmend zur ersten Adresse für personalisierte Mode. Dabei spiele auch das Markensortiment eine Rolle, das gezielt erweitert wurde. Der durchschnittliche Umsatz pro aktivem Kunden stieg um 5,3 Prozent auf 559 US-Dollar, obwohl die Zahl der aktiven Kunden im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 2,307 Millionen zurückging.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Positive Finanzkennzahlen trotz Verlust
Das Unternehmen erwirtschaftete einen Bruttogewinn von 149,3 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 3,1 Prozent entspricht. Die Bruttomarge lag bei 43,6 Prozent, was jedoch einem Rückgang von 1,8 Prozentpunkten entspricht. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 6,4 Millionen US-Dollar – deutlich weniger als in früheren Quartalen. Das bereinigte EBITDA lag bei 13,4 Millionen US-Dollar und die operative Cashflow-Entwicklung war mit 10,9 Millionen US-Dollar positiv. Stitch Fix verfügt derzeit über liquide Mittel in Höhe von 244,2 Millionen US-Dollar und ist schuldenfrei.
Ausblick auf das laufende Jahr
Für das laufende zweite Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 335 und 340 Millionen US-Dollar, was einem weiteren Wachstum von bis zu 8,9 Prozent entsprechen würde. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 10 und 13 Millionen US-Dollar liegen. Auf das gesamte Geschäftsjahr gerechnet erwartet Stitch Fix Erlöse zwischen 1,32 und 1,35 Milliarden US-Dollar sowie ein positives freies Cashflow-Ergebnis. Die Bruttomarge soll zwischen 43 und 44 Prozent liegen.
Die Prognose unterstreicht den Optimismus des Unternehmens, die eingeleitete Transformation trotz rückläufiger Kundenzahlen weiterhin erfolgreich gestalten zu können.


