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Alibaba: Cloud- und KI-Geschäft wachsen stark trotz Gewinneinbruch

Logos auf dem Campus der Alibaba Group
Foto: Alibaba Group

Key takeaways

Alibaba meldet für das September-Quartal 2025 zwar steigende Umsätze in Cloud und Quick Commerce, doch die Gewinne brechen deutlich ein. Grund sind hohe Investitionen in KI-Infrastruktur und schnelle Lieferdienste. Vor allem das Cloud-Geschäft profitiert vom wachsenden Bedarf an KI-Produkten und bleibt Wachstumstreiber.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Alibabas Quartalszahlen zum September 2025 zeigen ein widersprüchliches Bild: Während die Umsätze im Cloud- und KI-Geschäft deutlich zulegen, belastet eine aggressive Investitionsstrategie in neue Geschäftsbereiche das Ergebnis. Die Einnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5 % auf 247,8 Milliarden Renminbi (rund 34,8 Milliarden Euro), bereinigt um veräußerte Geschäftsbereiche wie Sun Art und Intime ergibt sich sogar ein Anstieg von 15 %.

Gewinn unter Druck trotz starker Wachstumssegmente

Der operative Gewinn brach um 85 % auf nur noch 5,4 Milliarden Renminbi (rund 754 Millionen Euro) ein. Noch stärker fiel der Rückgang beim bereinigten EBITA mit minus 78 % auf 9,1 Milliarden Renminbi aus. Hauptursache dafür sind hohe Ausgaben für den Ausbau der Quick-Commerce-Sparte und technologische Innovationen. Die freien Mittelabflüsse beliefen sich auf 21,8 Milliarden Renminbi, ein deutlicher Rückschritt gegenüber dem positiven Free Cashflow im Vorjahresquartal.

Besonders deutlich wird der Einfluss neuer strategischer Schwerpunkte beim Cloud-Geschäft: Die Alibaba Cloud erzielte ein Umsatzplus von 34 % auf 39,8 Milliarden Renminbi (rund 5,6 Milliarden Euro), wobei KI-Produkte das Wachstum maßgeblich trieben. Die Einnahmen aus AI-Produkten legten zum neunten Mal in Folge im dreistelligen Prozentbereich zu. Laut der Marktanalyse von Omdia liegt Alibaba Cloud mit einem Marktanteil von 35,8 % an der Spitze des chinesischen AI-Cloud-Markts.

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Quick Commerce im Fokus, Taobao mit Nutzerwachstum

Das Geschäft mit Quick Commerce – unter anderem über die Plattform „Taobao Instant Commerce“ – wuchs um 60 % auf 22,9 Milliarden Renminbi. Die Einheit verzeichnete eine deutliche Verbesserung der Wirtschaftlichkeit pro Bestellung und führte verstärkt Marken aus dem Tmall-Universum ein. Parallel stieg die Zahl aktiver Nutzer der Taobao-App, wovon auch das klassische E-Commerce-Geschäft profitierte. Die Erlöse aus dem Kundenmanagement legten um 10 % zu.

Die Zahl der besonders kaufkräftigen 88VIP-Mitglieder stieg auf über 56 Millionen. Auch international war Alibaba erfolgreich: Die Sparte Alibaba International Digital Commerce Group erreichte einen Gewinn auf EBITA-Basis von 162 Millionen Renminbi – nach einem Verlust im Vorjahr. AliExpress profitierte dabei von optimierten Logistikprozessen und einem ausgebauten lokalen Warenangebot.

Insgesamt verdeutlichen die Zahlen, dass Alibaba gezielt in Zukunftsfelder wie KI, Cloud und schnellen Konsum investiert – auf Kosten kurzfristiger Erträge. In den kommenden Quartalen wird sich zeigen, ob sich diese Strategie mittel- bis langfristig auch im Ergebnis auszahlt.

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