Alnatura hat das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Umsatz von 1,274 Milliarden Euro abgeschlossen und damit ein Wachstum von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Der Bio-Händler mit Sitz in Darmstadt investiert aktuell so stark wie nie zuvor – insbesondere in seine Logistik, IT-Systeme und das Filialnetz.
Ausgezeichnete Kundenzufriedenheit stärkt Marktposition
Das Vertrauen der Kundschaft zeigt sich nicht nur in den Zahlen, sondern auch in der hohen Zufriedenheit: Alnatura belegte zum vierten Mal in Folge den ersten Platz im Kundenmonitor der ServiceBarometer AG – sowohl bei Bio-Märkten als auch im Gesamtranking aller Lebensmittelmärkte. Hervorgehoben werden vor allem das Sortiment, die Qualität der Produkte und das Preis-Leistungs-Verhältnis, das sich laut Geschäftsführerin Petra Schäfer mit Discountern messen kann.
Zusätzlich wurde Alnatura mit dem Fruchthandel Magazin Retail Award 2025 für die beste Obst- und Gemüseabteilung im Bereich Bio/Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Der Standort Stadtbergen bei Augsburg erhielt zudem erneut den Deutschen Fruchtpreis in der Kategorie Bio-Märkte.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Ausbau von Logistik, IT und Filialnetz
Um das wachsende Filialnetz effizient zu versorgen, eröffnet Alnatura im Sommer 2026 ein neues, 30.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum in Groß-Rohrheim. Dieses soll das bestehende Lager in Lorsch ergänzen und erfüllt höchste ökologische Standards, etwa durch Photovoltaik, Wärmepumpen und extensive Begrünung.
Parallel dazu stellt Alnatura seine IT-Infrastruktur auf die neue SAP S/4 HANA-Plattform um und entwickelt eine kanalübergreifende digitale Kundenerfahrung. Damit legt das Unternehmen den Grundstein für seine langfristige Marken- und Kommunikationsstrategie.
Im vergangenen Jahr investierte Alnatura zudem in zahlreiche Filialumbauten und Neueröffnungen. Acht neue Märkte sollen im laufenden Jahr dazukommen, unter anderem in Berlin, Kiel und Düsseldorf. Besonders stark vertreten bleibt das Unternehmen in Baden-Württemberg mit aktuell 37 Standorten.
Engagement für Bio-Landbau und Mitarbeitende
Auch das soziale und ökologische Engagement wurde ausgebaut: Über die Alnatura Bio-Bauern-Initiative wurden seit 2015 rund 21.000 Hektar Fläche auf biologische Landwirtschaft umgestellt. Bundesumweltminister Carsten Schneider übernahm 2025 die Schirmherrschaft für das Projekt.
Die Zahl der Mitarbeitenden stieg im letzten Jahr um fünf Prozent auf 3.718. Der Mindestlohn bei Alnatura liegt nun bei 15 Euro. Zusätzlich profitieren die Beschäftigten von einer Wertschöpfungsbeteiligung von bis zu 900 Euro.


