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Roboter für die letzte Meile: Amazon übernimmt Schweizer Start-up Rivr

Lieferroboter von RIVR mit JustEatTakeaway Lieferung
Foto: RIVR

Key takeaways

Amazon übernimmt das Robotik-Start-up Rivr und investiert in Treppenroboter für die letzte Meile. Das Unternehmen aus Zürich, das bereits mit Evri und JustEatTakeaway kooperiert, will die Zustellungen bis zur Wohnungstür vollständig automatisieren.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon treibt die Automatisierung seiner Logistik weiter voran und übernimmt das Zürcher Robotik-Start-up Rivr. Mit der Akquisition, über die Rivr-CEO Marko Bjelonic auf LinkedIn berichtet, sichert sich der US-Konzern Zugang zu einer Technologie, die ein zentrales Problem der robotergeführten Zustellung lösen soll: die letzten Meter bis zur Wohnungstür.

Zustellung bis zur Wohnung als Herausforderung

Die sogenannte letzte Meile gilt als teuerster und komplexester Teil der Lieferkette. Besonders in urbanen Gebieten stoßen klassische Zustellmodelle an ihre Grenzen – etwa bei Mehrfamilienhäusern ohne Aufzug oder engen Treppenhäusern.

Genau hier setzt Rivr an: Das Unternehmen hat einen vierbeinigen Lieferroboter entwickelt, der Treppen steigen und Pakete direkt bis zur Haustür bringen kann. Die Technologie kombiniert Robotik mit KI-gestützter Navigation und ist auf komplexe, reale Umgebungen ausgelegt.

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Technologie für „Physical AI“

Rivr verfolgt einen Ansatz, der über klassische Automatisierung hinausgeht. Ziel ist es, Maschinen zu entwickeln, die sich flexibel in dynamischen Umgebungen bewegen können. Diese Fähigkeit wird als „General Physical AI“ beschrieben.

Für Amazon ist diese Technologie strategisch relevant. Der Konzern arbeitet seit Jahren daran, Prozesse entlang der gesamten Lieferkette zu automatisieren – von Lagerhäusern bis zur Auslieferung.

Vom Investor zum Eigentümer

Die Übernahme kommt nicht überraschend: Bereits zuvor hatte sich Amazon über seinen Innovationsfonds sowie über Bezos Expeditions an Rivr beteiligt.

Mit der vollständigen Integration sichert sich Amazon nun nicht nur die Technologie, sondern auch das Entwicklerteam. Dieses Vorgehen entspricht der typischen Strategie des Konzerns, vielversprechende Innovationen frühzeitig zu identifizieren und bei Bedarf vollständig zu übernehmen.

Pilotprojekte und nächste Schritte

Rivr hatte bereits erste Praxistests durchgeführt, unter mit dem britischen Lieferdienst Evri sowie mit JustEatTakeaway in den USA. Dabei wurde erprobt, wie sich die Roboter in realen Zustellszenarien einsetzen lassen.

Mit Amazon als neuem Eigentümer dürfte sich der Fokus nun verschieben: Statt schrittweiser Expansion könnte die Technologie schneller in bestehende Logistikprozesse integriert werden.

Automatisierung als Wettbewerbsvorteil

Die Übernahme ist Teil einer größeren Entwicklung im E-Commerce. Unternehmen investieren verstärkt in Automatisierung, um Kosten zu senken und Lieferprozesse effizienter zu gestalten.

Besonders relevant sind hybride Modelle, bei denen menschliche Zusteller und autonome Systeme zusammenarbeiten. Roboter könnten dabei die letzten Meter übernehmen, während Fahrer größere Strecken abdecken.

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