ANZEIGE

ANZEIGE

Amazon kauft Wearable-Startup Bee mit Fokus auf KI-Assistenz

Frau mit einem Bee Wearable Armband
Foto: Bee

Key takeaways

Amazon übernimmt das KI-Wearable-Startup Bee, das ein sprachaufzeichnendes Armband entwickelt hat. Ziel ist eine persönliche Assistenzlösung für den Alltag. Der Deal markiert Amazons Einstieg in tragbare KI-Technologien.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon hat das auf KI-Wearables spezialisierte US-Startup Bee übernommen. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber dem US-Magazin TechCrunch, nachdem Bee-Mitgründerin Maria de Lourdes Zollo den Deal auf LinkedIn öffentlich gemacht hatte. Auch wenn der Abschluss der Übernahme noch aussteht, zeigt der Schritt Amazons wachsendes Interesse an KI-gestützten Geräten jenseits des Smart-Home-Segments.

Das 50-Dollar-Wearable

Bee entwickelte ein tragbares Gerät in Form eines Armbands, das für rund 50 US-Dollar (ca. 46 Euro) erhältlich ist. Hinzu kommt eine monatliche Gebühr von 19 US-Dollar (rund 17,50 Euro). Die Technologie zeichnet kontinuierlich Gespräche auf – es sei denn, der Nutzer deaktiviert die Aufnahme manuell. Ziel ist es, auf Grundlage des Gehörten automatisch Erinnerungen und To-do-Listen zu erstellen. Neben dem Armband bietet Bee auch eine App für die Apple Watch an.

Anzeige

Amazon unaufhaltsam

von Brad Stone - Deutsche Ausgabe von »Amazon Unbound«
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Buch bei Amazon entdecken

Cloud-Strategie im Fokus

Das Unternehmen will perspektivisch ein „Cloud Phone“ etablieren – ein digitales Abbild des Smartphones, das dem Gerät Zugriff auf Konten, Nachrichten und Termine gibt. Die Idee: ein persönlicher KI-Begleiter, der Erinnerungen bereitstellt, Nachrichten verschickt und den Alltag der Nutzer erleichtert.

Bee positioniert sich bewusst als bezahlbare Alternative zu bisher wenig erfolgreichen KI-Wearables anderer Anbieter wie Rabbit oder Humane AI. Während das Humane AI Pin-Gerät mit einem Einstiegspreis von 499 US-Dollar (rund 460 Euro) für viele abschreckend war, ist Bees Preisstrategie deutlich kundenfreundlicher.

Cloud-Strategie im Fokus

Amazon wird im Zuge der Übernahme laut Techcrunch auch zahlreiche Bee-Mitarbeiter übernehmen. Die Integration in das bestehende Produktportfolio – das bislang stark auf smarte Lautsprecher wie den Echo fokussiert ist – könnte einen Strategiewechsel einläuten. Der Markt für tragbare KI befindet sich aktuell in der Erprobungsphase: OpenAI arbeitet an eigener Hardware, Meta setzt auf KI in Brillen, und auch Apple wird eine entsprechende Entwicklung nachgesagt.

(Noch) datenschutzfreundliche Policy

Datenschutz und Sicherheit spielen bei derartigen Produkten eine zentrale Rolle. Bee betont, dass Audioaufnahmen nicht gespeichert oder für KI-Training verwendet werden und Nutzer ihre Daten jederzeit löschen können. Zugleich arbeitet das Unternehmen an Funktionen, die das Aufzeichnen thematisch oder ortsabhängig automatisch pausieren. Auch eine zukünftige Verarbeitung der Daten direkt auf dem Gerät sei geplant – ein datenschutzfreundlicherer Ansatz als das Speichern in der Cloud.

Ob sich diese Prinzipien unter Amazons Führung halten lassen, bleibt offen. Der Konzern musste in der Vergangenheit bereits Kritik einstecken: So wurde Material aus privaten Ring-Kameras mit Ermittlungsbehörden geteilt – ohne Zustimmung der Besitzer.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored