Haushaltsroboter übernehmen in immer mehr deutschen Wohnungen und Gärten alltägliche Aufgaben. Rund 26 Millionen Menschen nutzen nach Angaben des Digitalverbands Bitkom einen Staubsaug-, Fensterputz- oder Rasenmähroboter. Dabei entwickelt sich offenbar häufig eine persönliche Beziehung zur Technik: 33 Prozent der Besitzer haben ihrem Gerät einen eigenen Namen gegeben. Das zeigt eine repräsentative Befragung unter mehr als 1.000 Menschen in Deutschland.
Jeder dritte Haushaltsroboter erhält einen Namen
Ob beim Reinigen der Wohnung oder bei der Gartenpflege: Viele Nutzer betrachten ihre automatisierten Helfer nicht ausschließlich als technische Geräte.
Besonders verbreitet sind kurze, humorvolle Bezeichnungen. Saug- und Wischroboter erhalten beispielsweise Namen wie Staubi, Saugi oder Robbi. Bei automatischen Rasenmähern finden sich Bezeichnungen wie Mähnfred, Schleicher oder Mr. Green.
Die Namensgebung zeigt, dass selbstständig arbeitende Geräte zunehmend einen festen Platz im häuslichen Alltag einnehmen.
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Ältere Nutzer geben Robotern häufiger Namen
Die Untersuchung zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Besonders häufig benennen Menschen ab 50 Jahren ihre Haushaltsroboter.
Unter den 16- bis 29-jährigen Besitzern geben 25 Prozent ihrem Gerät einen Namen. Bei den 30- bis 49-Jährigen beträgt der Anteil 31 Prozent. In der Altersgruppe von 50 bis 64 Jahren sind es 40 Prozent, bei den Menschen ab 65 Jahren sogar 41 Prozent.
Die Ergebnisse widersprechen damit der möglichen Annahme, dass vor allem jüngere, technikaffine Menschen ihren Haushaltsgeräten menschliche Eigenschaften zuschreiben.
Roboter erhalten Lob und werden ausgeschimpft
Die persönliche Beziehung beschränkt sich nicht auf die Namensgebung. Viele Besitzer sprechen ihre Geräte auch direkt an oder reagieren emotional auf deren Verhalten.
Laut Bitkom haben 37 Prozent der Befragten mit einem Haushaltsroboter bereits mit ihrem Gerät geschimpft. Fast ebenso viele, nämlich 36 Prozent, bedanken sich gelegentlich bei ihrem automatisierten Helfer.
Damit werden Verhaltensweisen, die normalerweise zwischen Menschen stattfinden, auch auf technische Systeme übertragen.
Selbstständige Technik fördert Vermenschlichung
Bitkom-Smart-Home-Expertin Nastassja Hofmann erklärt das Verhalten mit der zunehmenden Eigenständigkeit moderner Haushaltsgeräte.
Roboter bewegen sich ohne unmittelbare Steuerung durch Räume, erkennen Hindernisse und reagieren auf ihre Umgebung. Dadurch können sie aus Sicht ihrer Besitzer Eigenschaften entwickeln, die an menschliches Verhalten erinnern.
Die Befragung verdeutlicht, dass die Akzeptanz automatisierter Haushaltstechnik nicht allein von ihrer praktischen Funktion abhängt. Auch die Wahrnehmung als vertrauter Bestandteil des Haushalts prägt den Umgang mit den Geräten.




