Der italienische Luxusmodekonzern Brunello Cucinelli hat in den ersten neun Monaten 2026 einen Umsatz von 1,124 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von 13,3 Prozent, während die Erlöse zu aktuellen Wechselkursen um 10,2 Prozent stiegen. Nach dem starken Geschäftsverlauf erhöht das Unternehmen seine Jahresprognose von bislang zehn bis elf Prozent auf rund zwölf Prozent Umsatzwachstum bei konstanten Wechselkursen. Auch für 2027 erwartet der Konzern eine weitere Expansion.
Einzelhandel wächst um 19 Prozent
Wichtigster Wachstumstreiber bleibt das Geschäft über eigene Boutiquen. Der Retail-Umsatz erreichte bis Ende September 741 Millionen Euro und legte währungsbereinigt um 19 Prozent zu. Damit entfielen 66 Prozent der gesamten Erlöse auf diesen Vertriebskanal.
Im dritten Quartal betrug das Wachstum im Einzelhandel 17 Prozent. Neben der Nachfrage bestehender Kunden trugen neue und vergrößerte Verkaufsflächen zur Entwicklung bei.
Zum 30. September betrieb Brunello Cucinelli weltweit 142 eigene Boutiquen. Zu den bedeutenden Investitionen zählen die modernisierten Standorte in Paris, Los Angeles und London.
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Amerika und China treiben internationales Wachstum
Die stärkste regionale Entwicklung verzeichnete das Unternehmen auf dem amerikanischen Kontinent. Dort stieg der Umsatz währungsbereinigt um 20 Prozent auf 418,3 Millionen Euro. Die Region erwirtschaftete damit 37,2 Prozent der Konzernerlöse.
In Europa erhöhten sich die Einnahmen um sieben Prozent auf 393,9 Millionen Euro. Das Geschäft profitierte sowohl von einheimischen Kunden als auch vom internationalen Tourismus.
Asien erreichte einen Umsatz von 311,4 Millionen Euro und wuchs währungsbereinigt um 14 Prozent. Besonders China entwickelte sich nach Unternehmensangaben dynamisch. Auch Japan und Südkorea leisteten positive Beiträge.
Großhandel bleibt stabil – Onlinegeschäft gewinnt an Bedeutung
Der Wholesale-Bereich erzielte in den ersten neun Monaten 382,6 Millionen Euro Umsatz. Das entspricht einem währungsbereinigten Zuwachs von vier Prozent. Im dritten Quartal beschleunigte sich das Wachstum auf sieben Prozent.
Das Unternehmen setzt weiterhin auf ausgewählte Multibrand-Händler und eine begrenzte Distribution, um seine Positionierung im oberen Luxussegment zu erhalten.
Parallel entwickelt Brunello Cucinelli sein digitales Geschäft weiter. Die überarbeitete Online-Boutique basiert auf der unternehmenseigenen KI-Plattform Callimacus. Sie soll digitale Produkterlebnisse enger mit den stationären Geschäften verbinden.
Positive Nachfrage nach Herbst- und Winterkollektionen
Auch das dritte Quartal verlief für das Modehaus erfolgreich. Der Umsatz erreichte 374,2 Millionen Euro und lag währungsbereinigt 13,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
Die aktuellen Herbst-Winter-Kollektionen für Damen und Herren verzeichneten nach Unternehmensangaben einen erfreulichen Verkaufsstart. Zudem seien die Orderrunden für Frühjahr und Sommer 2027 erfolgreich abgeschlossen worden.
Das Geschäft mit Herren- und Damenmode trägt weiterhin zu etwa gleichen Teilen zum Umsatz bei. Brunello Cucinelli verfolgt dabei eine Strategie, die auf hochwertige Verarbeitung, begrenzte Verfügbarkeit und langfristige Markenentwicklung ausgerichtet ist.
Umsatzprognose für 2026 und 2027 bestätigt Wachstumskurs
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Brunello Cucinelli nun mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von rund zwölf Prozent. Zu Jahresbeginn hatte die Prognose noch bei zehn Prozent gelegen. Das Unternehmen erwartet zugleich einen negativen Wechselkurseffekt von etwa 2,5 Prozentpunkten.
Für 2027 stellt der Konzern ein weiteres Umsatzwachstum von ungefähr zehn Prozent in Aussicht. Grundlage dafür sind die bisherige Nachfrageentwicklung und die positiven Rückmeldungen zu den kommenden Kollektionen.
Die veröffentlichten Umsatzzahlen zum 30. September 2026 sind noch nicht geprüft.




