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BA zieht Bilanz: Wirtschaftskrise schlägt auf den Arbeitsmarkt durch

Schild einer Agentur fuer Arbeit
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist 2025 deutlich gestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit sieht den Arbeitsmarkt infolge der Wirtschaftsschwäche belastet. Unterbeschäftigung und Kurzarbeit bleiben hoch, die Nachfrage nach Arbeitskräften sinkt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die wirtschaftliche Schwäche hat den deutschen Arbeitsmarkt im Jahr 2025 merklich belastet. Laut Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Auch die Unterbeschäftigung nahm zu, während die Arbeitskräftenachfrage weiter nachließ.

Die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, sprach auf der Januar-Pressekonferenz von einer schrittweisen Verschlechterung im Jahresverlauf. Trotz eines schwachen Schlussstrichs gebe es jedoch Anzeichen für eine Stabilisierung: „Es deutet einiges darauf hin, dass wir die Talsohle erreicht haben.“

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung auf dem Höchststand

Im Jahresdurchschnitt waren 2.948.000 Menschen arbeitslos gemeldet – ein Anstieg um 161.000 gegenüber 2024. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,3 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Auch die Unterbeschäftigung, die beispielsweise auch Kurzzeiterkrankungen und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen einbezieht, erhöhte sich um 50.000 auf 3.626.000.

Ein zentrales Problem bleibt die Passung zwischen Angebot und Nachfrage: Viele Arbeitslose entsprechen nicht den gesuchten Profilen. Die Folge: Die Chancen auf eine Vermittlung sind historisch niedrig.

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Kurzarbeit, Beschäftigung und Nachfrage nach Arbeitskräften

Die Zahl der Kurzarbeiter blieb 2025 mit etwa 300.000 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Bei einem durchschnittlichen Arbeitsausfall von rund 30 Prozent wurden rechnerisch rund 90.000 Arbeitsplätze gesichert.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wuchs insgesamt nur leicht um 48.000 auf 34,89 Millionen. Dabei verzeichneten insbesondere Teilzeitjobs Zuwächse, während Vollzeitstellen rückläufig waren. Wachstum kam überwiegend von ausländischen Beschäftigten, während die Zahl deutscher Arbeitnehmer weiter sank – ein Effekt der demografischen Entwicklung. Besonders im Dienstleistungssektor gab es Zuwächse, das Produzierende Gewerbe hingegen musste Rückgänge hinnehmen.

Geringfügige Beschäftigung stagnierte oder war rückläufig. Der Rückgang betraf vor allem ausschließlich geringfügig entlohnte Stellen, während Nebenjobs leicht zunahmen.

Die Zahl der gemeldeten Stellen fiel mit einem Jahresdurchschnitt von 632.000 auf ein historisches Tief. Noch drastischer war der Rückgang bei den neu gemeldeten Stellen, die mit 1,46 Millionen so niedrig lagen wie zuletzt vor 25 Jahren.

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