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HDE: Barzahlung bleibt im Handel Standard, aber Logistik bereitet Sorgen

Euro-Geldscheine in einer Geldbörse
Foto: Jacqueline Macou / Pixabay

Key takeaways

Der HDE betont, dass Bargeld im stationären Einzelhandel weiterhin weit verbreitet ist. Trotz zunehmender Kartenzahlung und SB-Kassen bleibt Barzahlung Standard. Sorgen bereitet dem Verband jedoch die Bargeldlogistik, da Filialschließungen und steigende Kosten die Versorgung erschweren. Lösungen sollen im Nationalen Bargeldforum entwickelt werden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Trotz des anhaltenden Trends zu Kartenzahlungen bleibt Bargeld laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) eine feste Größe im stationären Einzelhandel. Die große Mehrheit der Geschäfte akzeptiert weiterhin Barzahlungen – unabhängig von der zunehmenden Verbreitung von Selbstbedienungskassen, die oft ohne Bargeldfunktion ausgestattet sind.

Kundenwünsche im Fokus

Laut Ulrich Binnebößel, HDE-Abteilungsleiter für Zahlungsverkehr, ist die Nachfrage der Kunden ausschlaggebend für die Bezahlmöglichkeiten im Handel. Obwohl immer mehr Verbraucher auf Karten oder mobile Zahlverfahren umsteigen, wird Bargeld weiterhin in großem Umfang genutzt. Händler orientieren sich demnach stark an den Präferenzen ihrer Kundschaft und bieten fast flächendeckend Barzahlung an. Ein genereller Verzicht auf Bargeld sei daher nicht absehbar – auch weil die Branche im Wettbewerb um Kunden möglichst viele Optionen anbieten müsse.

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Bargeldlogistik unter Druck

Gleichzeitig warnt der HDE vor wachsenden Herausforderungen bei der Bargeldlogistik. Während die Zahl der SB-Kassen – insbesondere im Lebensmittelhandel – wächst, liegt ihr Anteil laut einer EHI-Studie insgesamt nur bei etwa 3,7 Prozent der knapp 300.000 Einzelhandelsstandorte in Deutschland. Im Lebensmitteleinzelhandel steigt die Quote auf bis zu 17 Prozent, was jedoch immer noch bedeutet, dass Bargeld meist verfügbar bleibt.

Ein größeres Problem sieht der HDE jedoch in den strukturellen Veränderungen bei Banken und Wertdienstleistern. Filialschließungen, steigende Kosten der Bargeldbearbeitung und eine Konzentration bei den Transportdienstleistern sorgen für Einschränkungen im Wettbewerb und erhöhen den logistischen Aufwand für Händler. Dadurch wird das Handling von Bargeld teurer und aufwändiger.

Initiative zur Sicherung der Bargeldversorgung

Der Verband spricht sich klar gegen eine gesetzlich vorgeschriebene Bargeldakzeptanzpflicht oder Quotenregelungen aus. Diese würden nur zusätzliche Bürokratie schaffen, ohne die bestehenden Infrastrukturprobleme zu lösen. Stattdessen setzt der HDE auf Zusammenarbeit mit allen Beteiligten entlang der Bargeldkette. Ein positives Beispiel dafür sei das Nationale Bargeldforum unter Leitung der Bundesbank, das derzeit an Konzepten zur Stabilisierung des Bargeldkreislaufs arbeitet.

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