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Hohe Spritpreise treiben Umstieg auf Bahn und ÖPNV bei längeren Strecken

Foto eines Bahnhofs mit einer Lok der Deutschen Bahn
Foto: Pixabay

Key takeaways

Steigende Benzinpreise führen zu einem klaren Mobilitätswandel: Bei längeren Strecken verzichten immer mehr Deutsche auf das Auto und nutzen stattdessen Bahn und öffentliche Verkehrsmittel. Besonders der Nahverkehr profitiert deutlich von dieser Entwicklung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Steigende Benzinpreise zeigen zunehmend Wirkung auf das Mobilitätsverhalten in Deutschland. Aktuelle Daten des Mobilitätstrackers YouGov MOVE belegen, dass insbesondere bei längeren Strecken ein deutlicher Wandel stattfindet: Das Auto verliert an Bedeutung, während öffentliche Verkehrsmittel an Attraktivität gewinnen.

Auto verliert bei Langstrecken an Bedeutung

Über die Osterfeiertage 2026 waren die Deutschen zwar weiterhin mobil, jedoch mit veränderten Präferenzen. Die Gesamtmobilität ging im Vergleich zum Vorjahr leicht um 3 Prozent zurück. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Strecken ab 100 Kilometern: Hier sank die Zahl der Fahrten insgesamt um 2 Prozent, während Autofahrten sogar um 4 Prozent zurückgingen.

Im gleichen Zeitraum legte der öffentliche Personenverkehr deutlich zu. Die Nutzung stieg um 10 Prozent, wodurch der Anteil des Pkw bei längeren Strecken von 79 auf 76 Prozent sank.

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Bahn profitiert besonders stark

Innerhalb des öffentlichen Verkehrs zeigt sich ein differenziertes Bild. Vor allem der Schienenpersonennahverkehr, also Regional- und S-Bahnen, verzeichnete laut YouGov ein deutlich zweistelliges Wachstum. Auch der Fernverkehr auf der Schiene entwickelte sich stabil und schnitt mit einem Rückgang von nur 1 Prozent besser ab als der Gesamtdurchschnitt.

Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die Bahn zunehmend als Alternative zum Auto wahrgenommen wird, insbesondere bei mittleren und längeren Distanzen.

Verschiebung auch bei zurückgelegten Kilometern

Der Trend zeigt sich nicht nur bei der Anzahl der Fahrten, sondern auch bei den zurückgelegten Personenkilometern. Insgesamt wurden an Ostern etwas weniger Kilometer zurückgelegt als im Vorjahr. Dabei entfiel der größte Rückgang auf den Pkw-Verkehr, der um 5 Prozent sank.

Im Gegensatz dazu stiegen die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegten Kilometer um 2 Prozent. Dies unterstreicht die zunehmende Bedeutung des ÖPNV für längere Reisen.

Steigende Kosten als zentraler Treiber

Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung sind die gestiegenen Kraftstoffpreise. Laut YouGov gaben im April 17 Prozent der Deutschen an, in den vergangenen drei Monaten häufig Schwierigkeiten gehabt zu haben, sich Kraftstoff leisten zu können. Im März lag dieser Wert noch bei 13 Prozent.

Die Kombination aus steigenden Kosten und attraktiven Angeboten wie dem Deutschlandticket könnte den Trend weiter verstärken. Experten gehen davon aus, dass sich daraus eine nachhaltige Veränderung im Mobilitätsverhalten entwickeln kann, bei der alternative Verkehrsmittel langfristig an Bedeutung gewinnen.

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