Der diesjährige Black Friday fällt auf den 28. November, der Cyber Monday folgt am 1. Dezember. Trotz weiterhin großer Beliebtheit bei den Kunden rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) in diesem Jahr erstmals mit einem leichten Rückgang der Umsätze rund um Black Friday und Cyber Monday. Erwartet werden für die beiden Aktionstage zusammengerechnet 5,8 Milliarden Euro – ein Minus von knapp zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Stimmung im Konsum bleibt verhalten
Laut Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HDE, dämpft die anhaltend schwache Konsumstimmung die Erwartungen. Zwar planen viele Menschen weiterhin, die Aktionstage zur Schnäppchenjagd zu nutzen, doch die Ausgaben stagnieren oder sinken leicht. Seit dem Beginn der HDE-Erhebungen im Jahr 2016 war die Umsatzentwicklung lange Zeit von Wachstum geprägt. 2023 flachte der Anstieg jedoch bereits merklich ab, 2024 kam der Trend zum Stillstand. In diesem Jahr wird nun erstmals ein Rückgang prognostiziert.
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Mehr Käufer, aber geringere Ausgaben
Eine vom HDE beim IFH Köln in Auftrag gegebene Umfrage zeigt, dass mehr Menschen als im Vorjahr planen, reduzierte Produkte zu kaufen. 48 Prozent der Befragten wollen sich am Black Friday beteiligen, über ein Drittel auch am Cyber Monday. Gleichzeitig geben die Verbraucher im Schnitt weniger aus – ein Zeichen dafür, dass die Kaufzurückhaltung trotz Angebotsvielfalt anhält.
Weihnachtsgeschäft bleibt wichtiger Treiber
Nach wie vor nutzen viele Konsumenten die Aktionstage für ihre Weihnachtseinkäufe. Rund 1,6 Milliarden Euro der diesjährigen Ausgaben entfallen laut HDE-Prognose auf Produkte für die Festtage. Besonders der Black Friday ist dabei ein wichtiger Impulsgeber: 54 Prozent der Befragten tätigen an diesem Tag Weihnachtseinkäufe, am Cyber Monday sind es 42 Prozent.


