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US-Rollout startet: Google macht Chrome mit Gemini zum KI-Browser

Google Chrome Logo vor einem illustrierten Geschaeftsmann
Foto: visuals6x / depositphotos.com

Key takeaways

Google erweitert Chrome um Gemini 3, eine KI-Seitenleiste zur Unterstützung bei Recherchen, Bildern und Organisation. Neu sind auch "auto browse" zur Prozessautomatisierung. Wann die Integration nach Deutschland kommt, ist offen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Google stattet seinen Chrome-Browser mit erweiterten KI-Funktionen auf Basis von Gemini 3 aus. Ziel ist es, Nutzern beim Multitasking sowie bei alltäglichen und komplexen Aufgaben im Web proaktiv zu helfen. Im Zentrum steht eine neue Seitenleiste, über die Gemini kontextbezogen assistiert – etwa beim Recherchieren, Strukturieren von Informationen oder bei Planungsvorgängen.

Die neuen Funktionen werden zunächst für ausgewählte Gemini-Abonnenten in den USA freigeschaltet. Wann die KI-Integration in Chrome auch in Deutschland und Europa verfügbar sein werden, hat Google nicht bekanntgegeben.

Seitenleiste mit Gemini als konstanter Begleiter

Die neue Gemini-Seitenleiste ist in Chrome dauerhaft verfügbar und erlaubt paralleles Arbeiten in mehreren Tabs. Sie unterstützt Nutzer etwa beim Zusammenfassen von Produktbewertungen über verschiedene Webseiten hinweg oder beim Abgleichen von Kalendereinträgen mit externen Informationen. Getestet wurde die Funktion unter anderem für komplexe Recherchen, wie dem Finden günstiger Zeiträume für Reisen oder dem Verwalten mehrerer Aufgabenstränge.

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Bilder direkt im Browser umgestalten

Mit „Nano Banana“ bringt Google ein KI-Werkzeug für visuelle Aufgaben direkt in den Browser. Nutzer können Bilder transformieren, etwa zur Wohnraumgestaltung oder zur Visualisierung von Daten. Das Hochladen oder Öffnen externer Tools entfällt. Die Bearbeitung erfolgt direkt über Texteingaben in der Gemini-Seitenleiste.

Vernetzte Google-Apps für effizientere Abläufe

Gemini in Chrome verknüpft sich mit Google-Diensten wie Gmail, Kalender, YouTube, Maps, Shopping und Flights. Dadurch können Informationen übergreifend genutzt werden: etwa das Durchsuchen alter E-Mails nach Veranstaltungsdetails, automatisches Vorschlagen passender Flüge oder das Erstellen von Antwortmails. Nutzer können in den Einstellungen gezielt festlegen, welche Apps verbunden sind.

Auto browse automatisiert komplexe Web-Aktivitäten

Mit „auto browse“ führt Google erstmals ein agentisches Assistenzsystem in Chrome ein. Diese Funktion automatisiert mehrstufige Prozesse – vom Ausfüllen von Online-Formularen über das Einholen von Angeboten bis hin zur Verwaltung von Abonnements. Testpersonen nutzten auto browse u. a. zum Buchen von Flügen, Sammeln von Steuerunterlagen, Prüfen unbezahlter Rechnungen oder sogar zum Zusammenstellen eines Warenkorbs für Mottopartys – inklusive Budgetprüfung und Anwendung von Rabattcodes.

In Kombination mit Gemini 3 erkennt auto browse Inhalte multimodal (Text, Bild, Kontext), interagiert auf Wunsch mit Webseiten und greift – mit expliziter Nutzererlaubnis – auch auf Anmeldedaten über den Google Password Manager zu.

Branchenweiter Standard für KI-gestützten Handel

Zur sicheren und standardisierten Abwicklung von Online-Transaktionen durch KI-Agenten unterstützt Chrome künftig das Universal Commerce Protocol (UCP). Dieses offene Protokoll wurde gemeinsam mit Branchengrößen wie Shopify, Etsy, Wayfair und Target entwickelt. Ziel ist es, den nahtlosen Einsatz von agentischer KI im E-Commerce zu ermöglichen – ohne proprietäre Silos oder fehlende Schnittstellen.

Kontrolle und Sicherheit im Vordergrund

Google betont in einem Blogbeitrag, dass Gemini in Chrome mit hohen Sicherheitsanforderungen entwickelt wurde. Bei sensiblen Aktionen wie Kaufvorgängen oder Beiträgen in sozialen Medien fordert auto browse stets eine manuelle Bestätigung. Nutzer behalten jederzeit die Kontrolle über ihre verknüpften Konten und können sämtliche Funktionen individuell aktivieren oder deaktivieren.

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