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Studie: Mehrheit der Verbraucher erlebt Betrugsversuche beim Online-Shopping

SCAM Schrift auf einem Online Shop
Foto: RETAIL-NEWS / Made with AI

Key takeaways

Satte 71 Prozent der Online-Shopper stoßen auf Betrugsversuche. Die Folge: steigende Vorsicht, Vertrauensverlust und neue Anforderungen an Marken und Plattformen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Eine neue Studie von Clutch zeigt, wie stark Betrugsversuche den digitalen Handel inzwischen prägen. 71 Prozent der Konsumenten berichten, beim Online-Shopping mit Scams oder versuchten Scams konfrontiert worden zu sein. Die Folgen reichen von wachsendem Misstrauen bis hin zu verändertem Einkaufsverhalten – und sie betreffen nicht nur Plattformen, sondern auch Marken selbst.

Mehrheit der Konsument:innen bereits Opfer eines Scams

Mehr als die Hälfte der Befragten (56 %) gibt an, bereits einem Online-Shopping-Betrug zum Opfer gefallen zu sein. Bei 42 Prozent dieser Gruppe liegt der Vorfall weniger als ein Jahr zurück. Besonders vertraut mit Scam-Mustern zeigt sich Gen Z (92 %), während Babyboomer mit 82 Prozent etwas seltener entsprechende Erfahrungen gemacht haben. Analystin Anna Peck bringt die Ergebnisse auf den Punkt: „Scams sind keine Ausnahme mehr – sie gehören zunehmend zum normalen Online-Erlebnis.“

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Plattformen in der Pflicht – Marken im Reputationsrisiko

61 Prozent der Konsument:innen sehen digitale Plattformen wie Social-Media-Netzwerke, Suchmaschinen und Marktplätze als Hauptverantwortliche für die Vermeidung von Betrug. Doch auch Marken werden in Mitleidenschaft gezogen:

  • 54 Prozent verlieren Vertrauen in eine Marke, wenn sie in Zusammenhang mit einem Scam auftaucht – selbst wenn das Unternehmen nicht direkt involviert war.
  • 58 Prozent haben bereits gefälschte Anzeigen gesehen, die bekannte Marken imitieren.

Die Folge: Marken, deren Identität kopiert wird, zahlen trotz Unschuld einen hohen Preis in Form von Vertrauensverlust.

Social Media ist wichtigster Kanal für Scams

Ein Drittel der Verbraucher:innen (33 %) ist zuletzt auf Social Media mit Betrugsversuchen in Berührung gekommen – deutlich mehr als über E-Mail (18 %) oder Online-Marktplätze (16 %). Die Social-Feeds werden damit zum Hauptschauplatz für Fake-Anzeigen, betrügerische Shops und irreführende Angebote.

Verbraucher passen ihr Verhalten an

Die wachsende Scam-Dichte führt zu deutlich vorsichtigeren Kaufentscheidungen. 62 Prozent der Verbraucher:innen meiden gezielt Angebote, die „zu gut klingen, um wahr zu sein“. Viele prüfen zudem:

  • Produktbewertungen auf ihre Glaubwürdigkeit
  • Verkäuferangaben und -zertifizierungen
  • Rückgabe- und Erstattungsrichtlinien

Diese Verschiebung erklärt, warum Marken und Händler zunehmend Transparenz, Echtheitsnachweise und sichere Kaufumgebungen schaffen müssen.

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