ANZEIGE

ANZEIGE

Selbstüberschätzung bei Fakeshops: Verbraucher oft leichtsinnig

Mann mit Kapuzenpullover und verdecktem Gesicht vor einem Laptop als Symbol eines Online-Betrügers
Foto: Marcin Paśnicki / Pixabay

Key takeaways

Eine neue Umfrage zeigt: Viele Verbraucher überschätzen ihre Fähigkeit, Fakeshops zu erkennen. Trotz professioneller Täuschungsmethoden und KI-Einsatz prüfen nur wenige gründlich. Besonders in Rabattphasen steigt das Risiko, Opfer betrügerischer Online-Shops zu werden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Immer professioneller auftretende Fakeshops bringen Verbraucher in Deutschland zunehmend in Gefahr – und viele unterschätzen das Risiko. Zwar geben 81 Prozent der Befragten in einer neuen Umfrage an, zu wissen, was Fakeshops sind, doch nur 23 Prozent erkennen auch alle wesentlichen Warnsignale. Stattdessen verlassen sich viele auf Einzelmerkmale wie günstige Preise oder unvollständige rechtliche Angaben. Rund 14 Prozent wissen gar nicht, woran sich betrügerische Shops erkennen lassen.

Selbstsicherheit macht verwundbar

Die Zahlen stammen aus einer Umfrage der Initiative Sicher Handeln (ISH) in Zusammenarbeit mit YouGov. Trotz wachsender Raffinesse der Betrüger – teils durch KI unterstützt – fürchtet nur jeder Fünfte, Opfer eines Fakeshops zu werden. Das sei eine gefährliche Mischung aus vermeintlichem Wissen und Leichtsinn, so ISH-Sprecher Harald Schmidt. Denn wer glaubt, ausreichend informiert zu sein, prüft Online-Shops häufig nicht mehr genau.

Ein Beispiel: Fast die Hälfte der Befragten (47 %) gibt an, vor dem Onlinekauf sorgfältig zu prüfen – doch viele verlassen sich auf oberflächliche Merkmale. So vertrauen 34 Prozent positiven Bewertungen, 15 Prozent bekannten Markenlogos oder Gütesiegeln. Solche Indikatoren können jedoch leicht gefälscht oder manipuliert werden.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

KI verstärkt die Täuschung

Die Entwicklung ist auch technologisch brisant: Betrügerische Shops nutzen vermehrt Künstliche Intelligenz, um Inhalte wie Produktbeschreibungen, Kundenbewertungen oder sogar Chat-Antworten zu automatisieren – und so noch glaubwürdiger zu wirken. Seit dem Aufkommen von KI geben immerhin 19 Prozent der Befragten an, Online-Angeboten grundsätzlich weniger zu trauen.

Trotzdem sinkt die Sorge, selbst betroffen zu sein. 2024 machte sich noch ein Viertel der Verbraucher Gedanken über Fakeshops, aktuell sind es nur noch 20 Prozent. Besonders in rabattgetriebenen Zeiten wie der „Black Week“ ist die Gefahr groß: Laut einer Studie aus Österreich stößt dort jeder vierte Konsument an Aktionstagen auf betrügerische Angebote.

ISH-Sprecher Schmidt warnt: „Fakeshops nutzen gezielt Emotionen wie Vertrauen, Bequemlichkeit und Schnäppchenreiz. Die größte Schwäche ist nicht Unwissen – sondern Selbstsicherheit.“

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored