ANZEIGE

ANZEIGE

Beauty-Konzern Coty startet Strategiewechsel nach schwachem Quartal

Futuristische Blumenvisualisierung
Foto: COTY

Key takeaways

Coty verzeichnet im dritten Quartal 2026 sinkende Umsätze und hohe Abschreibungen im Consumer-Beauty-Geschäft. Der Konzern setzt künftig stärker auf Kernmarken, KI-gestützte Effizienzprogramme und eine vereinfachte Unternehmensstruktur, um Profitabilität und Marktanteile zu stabilisieren.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der US-Beautykonzern Coty hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatzrückgang sowie deutliche Belastungen beim Ergebnis verzeichnet. Zwar lagen die Gewinne nach Unternehmensangaben leicht über den eigenen Erwartungen, dennoch verschlechterten sich Profitabilität und Margen deutlich.

Besonders belastend wirkten sich schwächere Verkäufe im Consumer-Beauty-Geschäft, Probleme im Nahen Osten sowie hohe Kosten im Lieferketten- und Logistikbereich aus. Gleichzeitig kündigte Coty weitere Maßnahmen zur Straffung des Geschäfts und stärkeren Fokus auf Kernmarken an.

Umsatz und Ergebnis unter Druck

Im dritten Quartal bis Ende März 2026 sank der Konzernumsatz um ein Prozent auf rund 1,28 Milliarden US-Dollar. Auf vergleichbarer Basis betrug das Minus sieben Prozent. Das Unternehmen verwies dabei unter anderem auf Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten.

Besonders schwach entwickelte sich die Sparte Consumer Beauty mit Marken aus dem Massenmarkt. Hier gingen die Erlöse auf vergleichbarer Basis um zehn Prozent zurück. Das Prestige-Geschäft mit Premium-Marken wie Hugo Boss, Burberry oder Chloé verzeichnete dagegen ein geringeres Minus von fünf Prozent.

Das operative Ergebnis wurde zusätzlich durch eine Abschreibung in Höhe von 362,8 Millionen US-Dollar auf das Consumer-Beauty-Geschäft belastet. Hintergrund seien niedrigere Umsatzprognosen und gestiegene Kapitalkosten nach dem deutlichen Kursrückgang der Aktie.

Unter dem Strich meldete Coty im Quartal einen Nettoverlust von 411,4 Millionen US-Dollar.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Coty setzt auf neue Strategie „Coty.Curated“

Der deutsche Interims-CEO Markus Strobel kündigte an, die bereits vorgestellte Strategie „Coty.Curated“ konsequent umzusetzen. Ziel sei ein stärker fokussiertes Portfolio mit weniger kleineren Produktneueinführungen und effizienteren Marketingprozessen.

Zugleich will Coty verstärkt auf künstliche Intelligenz setzen, um Produktionskosten für Marketingmaterialien zu senken. Gleichzeitig sollen Investitionen in die Kundenansprache erhöht werden.

Das Unternehmen arbeitet außerdem an einer Vereinfachung der operativen Strukturen und will die Zahl komplexer Prozesse reduzieren. Langfristig sollen dadurch Marktanteile und Profitabilität wieder steigen.

Starke Marken bleiben zentraler Wachstumstreiber

Trotz der schwächeren Quartalszahlen sieht Coty weiterhin Potenzial bei mehreren Kernmarken im Prestige-Segment. Besonders hervorgehoben werden Marken wie Hugo Boss, Burberry, Calvin Klein, Chloé und Marc Jacobs.

Zu den wichtigen Produktstarts zählen unter anderem „BOSS Bottled Beyond“, „Cosmic by Kylie Jenner Intense“ sowie neue Duftlinien von Calvin Klein und Chloé. Zudem plant Coty für 2026 den Neustart von Marc Jacobs Beauty.

Auch im Consumer-Beauty-Bereich sieht das Unternehmen erste Fortschritte. Marken wie CoverGirl und Sally Hansen hätten sich zuletzt stabilisiert und teilweise besser entwickelt als der Gesamtmarkt.

Coty erwartet weiter schwieriges Geschäftsumfeld

Für das vierte Quartal rechnet Coty weiterhin mit rückläufigen Umsätzen. Erwartet wird ein mittlerer einstelliger Rückgang auf vergleichbarer Basis. Belastend wirken nach Angaben des Unternehmens weiterhin die geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten sowie steigende Kosten.

Gleichzeitig will Coty an Investitionen in wichtige Verkaufsphasen wie Muttertag und Vatertag festhalten. Für das Gesamtjahr prognostiziert der Konzern ein bereinigtes EBITDA zwischen 838 und 848 Millionen US-Dollar.

Positiv entwickelte sich dagegen der Cashflow. Der operative Cashflow stieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf 421,8 Millionen US-Dollar, während der freie Cashflow auf 275,6 Millionen US-Dollar zulegte.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored