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Höhere Kosten bremsen weltweiten Smartphone-Markt aus

Rueckseite eines Samsung Galaxy S25 Smartphone
Foto: Samsung

Key takeaways

Der weltweite Smartphone-Markt soll 2026 um fast 15 Prozent schrumpfen. Steigende Komponentenpreise und eine schwächere Nachfrage belasten die Branche, während Samsung voraussichtlich die globale Marktführung zurückerobert.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der weltweite Smartphone-Markt steht laut Counterpoint Research vor einem deutlichen Rückgang. Für 2026 prognostizieren die Marktforscher einen Rückgang der Auslieferungen um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Steigende Komponentenpreise, eine geringere Verfügbarkeit günstiger Geräte und eine sinkende Kaufkraft belasten die Nachfrage. Erst ab 2028 erwarten die Analysten eine nachhaltige Erholung.

Kosten und Lieferketten setzen Hersteller unter Druck

Nach Einschätzung von Counterpoint wird die Marktentwicklung vor allem durch steigende Preise für Speicherchips und Prozessoren bestimmt. Hersteller reagieren darauf mit höheren Verkaufspreisen, einer Reduzierung weniger profitabler Modellvarianten und einer stärkeren Konzentration auf margenstärkere Produkte.

Besonders das Einstiegs- und Mittelklasse-Segment gerät unter Druck, da dort die höheren Materialkosten einen größeren Anteil an den Gesamtkosten ausmachen. Gleichzeitig haben sich die Lagerbestände im Handel in der ersten Jahreshälfte erhöht, was die Auslieferungen zusätzlich bremst.

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Samsung soll die Marktführung zurückerobern

Trotz des schwierigen Marktumfelds erwartet Counterpoint für Samsung ein leichtes Wachstum der Smartphone-Auslieferungen um rund 0,8 Prozent im Jahr 2026. Damit dürfte der Hersteller mit seinen neuen Galaxy-Premium-Smartphones die weltweite Spitzenposition zurückerobern.

Als entscheidende Vorteile gelten die breite Produktpalette, die starke internationale Präsenz sowie die eigene Halbleiter- und Speicherproduktion. Diese ermöglichen Samsung eine stabilere Versorgung mit wichtigen Komponenten und mehr Flexibilität bei der Verteilung von Geräten auf verschiedene Märkte.

Apple bleibt stabil, chinesische Hersteller verlieren

Apple dürfte sich ebenfalls robuster entwickeln als der Gesamtmarkt. Die Analysten rechnen jedoch mit einem Rückgang der Auslieferungen um rund 2,1 Prozent im Jahr 2026. Höhere Preise sowie ein veränderter Zeitplan bei der Einführung neuer iPhone-Modelle könnten die Nachfrage zeitweise dämpfen. Für 2027 wird wieder ein moderates Wachstum erwartet.

Deutlich stärker betroffen sind viele chinesische Smartphone-Hersteller. Je nach Unternehmen prognostiziert Counterpoint Rückgänge zwischen 15 und 34 Prozent. Ursache sind die stärkere Ausrichtung auf preissensible Kundengruppen und Schwellenmärkte sowie der steigende Kostendruck bei Speicher- und Prozessorkomponenten. Eine Ausnahme bildet Huawei, für das aufgrund der starken Nachfrage im chinesischen Heimatmarkt weiteres Wachstum erwartet wird.

Erholung ab 2028 in Sicht

Ab 2028 rechnen die Analysten mit einer schrittweisen Erholung des globalen Smartphone-Marktes. Verbesserte Lieferketten, stabilere Komponentenpreise und nachgeholte Käufe sollen die Auslieferungen wieder wachsen lassen.

Zusätzliche Impulse erwarten die Marktforscher durch faltbare Smartphones, KI-Funktionen direkt auf den Geräten sowie die schrittweise Einführung von 6G-Technologien gegen Ende des Jahrzehnts. Bis dahin dürfte der Markt jedoch unter den Auswirkungen der aktuellen Kosten- und Nachfrageschwäche leiden.

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