Technologie entwickelt sich schneller als je zuvor – und mit ihr die Möglichkeiten für kreativen Ausdruck. Gleichzeitig wünschen sich Zielgruppen Inhalte, die nicht nur gut aussehen, sondern auch emotional berühren, relevant sind und echten Mehrwert liefern. Die Creative Trends 2026 von Adobe liefern dazu konkrete Impulse.
Das Unternehmen hat vier zentrale Stilrichtungen identifiziert, die bereits in der kreativen Praxis vieler Gestalter sichtbar sind: „All the Feels“, „Connectioneering“, „Surreal Silliness“ und eine vierte Strömung, die sich auf KI und intuitive Arbeitsprozesse bezieht. Der Report dient als Wegweiser, um Storytelling zu vertiefen und kanalübergreifend neue Stilformen zu entwickeln – vom emotionalen Bild bis zum experimentellen KI-Design.
Emotionalität im Fokus: „All the Feels“
Diese Strömung bringt eine multisensorische Bildsprache ins Spiel, die Aufmerksamkeit fordert und Gefühle auslöst. Adobe-3D-Experte Vladimir Petkovic interpretiert das Konzept in seiner Arbeit mit weichen Texturen, schimmernden Kristallen und lebendigen Farben. Seine Frau fungiert als Modell, ihr Haar fließt wie ein emotionaler Fluss, während die Spiegelung in der Brille symbolisch für grenzenlose kreative Freiheit steht. Der Trend steht für Inhalte, die nicht nur visuell ansprechen, sondern auch haptisch wirken.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Zwischenmenschliche Nähe: „Connectioneering“
In einer fragmentierten Welt steigt das Bedürfnis nach echter Verbindung. Der Trend „Connectioneering“ betont menschliche Nähe und emotionale Erzählungen. Die Stock-Agentur Maskot baut ihre Bildsprache gezielt um authentische Momente und zwischenmenschliche Interaktion auf. „Beziehungen sind der Ort, an dem Gefühle entstehen“, sagt Per Levander, Mitgründer und Kreativdirektor. Bilder sollen echte Reaktionen hervorrufen – mit der Aussage: „Das bin ich. Das ist mein Leben.“
Surreale Leichtigkeit: „Surreal Silliness“
Der dritte große Trend lässt der Fantasie freien Lauf. „Surreal Silliness“ setzt auf absurde, unterhaltsame Bildideen, die Aufmerksamkeit erregen und zum Interpretieren einladen. Designer Luke Choice, bekannt als Velvet Spectrum, kombiniert lineares Design mit non-linearem Storytelling. Für ihn ist Surrealismus ein kreatives Werkzeug, um technische und emotionale Elemente auf neue, verspielte Weise zu verbinden.
Die Creative Trends 2026 zeigen deutlich: Kreative suchen nicht nur neue Ausdrucksformen, sondern auch tiefere Verbindungen zu ihrem Publikum – sei es durch Emotion, Humor oder innovative Technologie.


