Crocs hat das Geschäftsjahr 2025 besser abgeschlossen als erwartet und sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die eigenen Ziele übertroffen. Der Konzern erzielte laut Jahresbericht mehr als 4 Milliarden US-Dollar (rund 3,7 Milliarden Euro) Umsatz und profitierte von einem starken internationalen Geschäft der Kernmarke Crocs. Gleichzeitig investierte das Unternehmen in die zukünftige Markengesundheit von Crocs und HEYDUDE und setzte umfangreiche Kostensenkungsprogramme um. Der hohe operative Cashflow von etwa 700 Millionen US-Dollar ermöglichte zudem umfangreiche Aktienrückkäufe und Schuldenabbau.
Robuste Jahreszahlen und deutliche Belastung durch Wertminderungen
Im vierten Quartal sank der Umsatz leicht auf 958 Millionen US-Dollar (rund 890 Millionen Euro). Der Direktvertrieb legte zu, während das Großhandelsgeschäft rückläufig war. Die operative Marge verringerte sich deutlich, was zu einem Gewinnrückgang führte. Das verwässerte Ergebnis je Aktie sank von 6,36 US-Dollar auf 2,03 US-Dollar, während die bereinigte Kennzahl mit 2,29 US-Dollar weniger stark zurückging.
Im Gesamtjahr 2025 blieb der Umsatz mit 4,04 Milliarden US-Dollar (rund 3,75 Milliarden Euro) nahezu stabil. Das operative Ergebnis brach jedoch deutlich ein, da Crocs im Sommer hohe nicht-zahlungswirksame Wertminderungen auf die Marke HEYDUDE verbucht hatte. Diese führten zu einem ausgewiesenen Jahresverlust je Aktie, während das bereinigte Ergebnis mit 12,51 US-Dollar solide ausfiel. Die Liquiditätslage verbesserte sich dennoch: Die Gesamtverschuldung sank, und Crocs investierte 577 Millionen US-Dollar in den Rückkauf eigener Aktien.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Markenentwicklung und Ziele für das Jahr 2026
Die Marke Crocs konnte 2025 international zweistellig wachsen, während der nordamerikanische Markt rückläufig war. HEYDUDE verzeichnete hingegen deutliche Umsatzrückgänge, insbesondere im Großhandel. Der Konzern sieht in beiden Marken langfristiges Potenzial und hat für 2026 bereits Kosteneinsparungen von 100 Millionen US-Dollar identifiziert, um Profitabilität und Effizienz zu steigern.
Für das erste Quartal 2026 rechnet Crocs mit einem Umsatzrückgang zwischen 3,5 und 5,5 Prozent, erwartet aber eine robuste bereinigte operative Marge von rund 21,5 Prozent. Der Ausblick für das Gesamtjahr fällt verhalten aus: Der Umsatz soll in einer Spanne von leichtem Rückgang bis geringem Wachstum liegen. Die Crocs-Marke soll stabil bleiben, während HEYDUDE weiter schrumpfen dürfte. Beim Ergebnis hingegen erwartet das Unternehmen einen Zuwachs. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll auf 12,88 bis 13,35 US-Dollar steigen.
Crocs plant zudem Investitionen von bis zu 80 Millionen US-Dollar, um die Lieferkette und Markenpräsenz weiter zu stärken. Die Unternehmensführung sieht das Geschäftsmodell breit aufgestellt und betont die Diversifikation über Märkte, Vertriebskanäle und Produktkategorien.


